Fahrradtour im Eichsfeld: Streuobstwiesen und malerische Alleen im Herbst – rund um Duderstadt

Die Obsternte im Eichsfeld ist fast vorbei. Aber auch im Herbst ist eine Wanderung oder Fahrradtour entlang ganz verschiedener Streuobstwiesen einfach traumhaft. Wir empfehlen eine Alleen-Radtour rund um Duderstadt, die nicht nur durch ihre Obstbäume besticht.

Wir starten in Duderstadt über die Rote-Warte-Straße hinauf zu den Streuobstwiesen der Heinz-Sielmann-Stiftung bei Gut Herbigshagen. Auf dem Fahrradweg haben wir einen schönen Fernblick über Duderstadt und das Ohmgebirge. Allerdings sollte man sich hier nicht allzu sehr ablenken lassen, da die Strecke ein paar ordentliche Risse und Buckel hat, auf die dann immerhin ein paar Baken hinweisen.

 

Der Fahrradweg von Duderstadt zur Roten Warte

 

Auf Gut Herbigshagen wird Ende Oktober 2021 das Streuobstwiesenfest gefeiert. Kinder und Erwachsene können an der Apfelsammelmeisterschaft teilnehmen und Preise gewinnen. Aber spannend sind vor allem die Infos, die Beate Kücking, Dozentin bei der Heinz-Sielmann-Stiftung, den Gästen bietet. Sie zeigt Finja und Dario, die mit ihren Eltern aus Hilkerode gekommen sind, wie sie in der kleinen Presse mit Handkurbel frischen Saft aus Obst herstellen können. Außerdem erklärt sie einiges zum Biotop Streuobstwiese sowie zu den weit mehr als 100 Apfelsorten auf Gut Herbigshagen und zur gesunden Ernährung.

 

Volle Apfelbäume auf der Streuobstwiese bei Gut Herbigshagen

 

“Die Leute interessieren sich wieder mehr für Obst aus dem eigenen Anbau. Es sind heute viele Familien zum Streuobstwiesentag gekommen und haben Obst gesammelt”, erzählt Beate Kücking. Auf die Bäume musste niemand klettern. Die wurden vorher gut geschüttelt, sodass das Fallobst eingesammelt werden konnte. Aus der Ernte wird der Herbigshagener Bio-Apfelsaft hergestellt, der auf dem Gut oder in einigen Duderstädter Supermärkten erhältlich ist.

 

Beate Kücking erklärt Finja und Dario, wie die Obstpresse funktioniert

 

Die kleine Saftpresse wird manuell bedient

 

Wir fahren weiter über die Birkenallee Richtung Breitenberg. Hier gönnen wir uns einen kleinen Abstecher zum Forsthaus Hübental, das seit 1711 als Gasthaus bekannt ist. Ende Oktober ist das Wetter in diesem Jahr ausnahmsweise noch so gut, dass eine Kaffeepause auch draußen möglich ist. Der Abstecher hat sich gelohnt.

 

Birkenallee bei der Franz-von-Assisi-Kapelle nahe Gut Herbigshagen

 

Rast am Forsthaus Hübental bei Breitenberg

 

Seit 1711 bewirtet das Forsthaus Hübental Gäste

 

Nach unserer Pause fahren wir ein Stück zurück, wieder durch Breitenberg, und biegen dann ab in die Pappelallee. Die Pappeln wurden in den 1960-er Jahren angepflanzt und waren schließlich ausschlaggebend für den Slogan des Untereichsfelds “Toskana des Nordens”. Allerdings haben die Bäume unter der Trockenheit der vergangenen Sommer gelitten. Um sie zu erhalten, wurden die Kronen im Herbst 2020 gekappt. Fast alle Bäume haben sich 2021 gut erholt. Da die Pappelallee – außer für Wanderer und Radfahrer – nur für Forst- und Landwirtschaftsverkehr zugelassen ist, erstaunt es doch sehr, wie viele “Land- und Forstwirte” an einem Sonntag im Herbst 2021 im Pkw unterwegs sind. Zumindest müssen wir etwa alle zwei Minuten auf den Grünstreifen ausweichen, um den Autoverkehr vorbeizulassen.

 

“Toskana des Nordens”: Die gekappten Pappeln zwischen Breitenberg und Mingerode haben sich gut erholt.

 

Pappeln und Birken zwischen Mingerode und Breitenberg

 

Wir erreichen unfallfrei Mingerode. Dort fahren wir über den Stadtweg zum Suthfeld auf die Streuobstallee. Von Weitem sehen wir schon die Sulbergwarte. Wir befinden uns jetzt auf dem 2021 neu eröffneten Streuobstwanderweg zwischen Duderstadt und Mingerode. Hier haben Ehrenamtliche Infotafeln und Insektenhotels aufgestellt, die ein historisches und ökologisches Hintergrundwissen bieten.

 

Streuobstwanderweg bei Mingerode mit Blick auf die Sulbergwarte

 

Infotafeln und Insektenhotels am Streuobstwanderweg zwischen Mingerode und Duderstadt

 

Die “Kirschwiese” bei Mingerode

 

Die “Kirschwiese”, eine weitere Streuobstwiese nahe der Sulbergwarte, bietet nicht nur Infos und schöne Ausblicke, sondern auch idyllische Rastmöglichkeiten. Von dort aus geht es weiter Richtung Duderstadt. Von der Sulbergwarte, dem wohl eindrucksvollsten Relikt der Dudertstädter Stadtbefestigung außerhalb der Stadtmauern, lässt es sich mit dem Fahrrad bequem hinabrollen zu unserem Ausgangspunkt, der Duderstädter Innenstadt.

 

Sulbergwarte bei Duderstadt

 

Dazu möchten wir noch den Tipp zur neuen Themenführung geben. Der Knickmeister Borchard Borchardes alias Wanderwegewart Bernd Köhler führt auf einer Fahrradtour zu den besonderen Orten der Duderstädter Stadtbefestigung, zu den Warten und Knicks rund um Duderstadt. Termine dazu werden in der Duderstädter Gästeinfo bekanntgegeben.

 

Routenvorschlag: Alleen-Rundweg (Google maps)

 

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