Ausstellungseröffnung „eye_land: heimat, flucht, fotografie“ im Grenzlandmuseum – Emotionale Bilder von jungen Menschen

„eye_land: heimat, flucht, fotografie“ ist der Titel der neuen Sonderausstellung im Grenzlandmuseum Eichsfeld. Nach einem Aufruf vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) wurden 90 Projektbeiträge mit fast 1400 Fotos eingereicht. Sie zeigen Szenen der Flucht, aber auch die Suche nach einer neuen Identifikation aus der Sicht von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

 

Bilder von Fluchten

 

Katharina Klapdor Ben Salem, Kulturanthropologin und Projektkoordinatorin von „eye_land“, gab im Gespräch mit der Leiterin des Grenzlandmuseums Mira Keune und Dr. Anna Haut, wissenschaftliche Leiterin des Museums Friedland, Einlicke in die Entstehung des Fotoprojektes. Der zweite Teil der Ausstellung soll ab November 2022 im Museum Friedland, wo sich auch das Durchgangslager für Geflüchtete befindet, eröffnet werden.

Vielfältig, eindringlich und emotional wirken die Fotografien, die von jungen Menschen auf ihrer Flucht aus dem Heimatland, beim Ankommen in Deutschland und bei dem Versuch, in einer fremden Umgebung eine neue Heimat zu finden, aufgenommen wurden – mal mit Einwegkameras, mit Handys oder im Rahmen von Projekten und Jugendinitiativen in Deutschland mit professionellen Kameras. Die Bilder zeigen Sprach- und Hilflosigkeit, Verlorenheit, Ratlosigkeit, aber auch Erleichterung, Hoffnung, Lebensfreude, Neugierde und die Schritte in ein neues (Erwachsen-)Sein.

 

Katharina Klapdor Ben Salem berichtet über die Hintegründe des Fotoprojektes

 

Als Kuratorin der Ausstellung fasste Katharina Klapdor Ben Salem zusammen, dass vor dem Hintergrund der aktuellen weltweiten Entwicklungen auch die Frage neu beantwortet werden müsse, was gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeute. Die Debatten um Diversität hätten sich geändert. Die Menschen selbst wollten nicht nur auf ihre Flucht reduziert werden, sondern als Individuum und Persönlichkeit erkannt werden. „Flüchtling ist kein Beruf, Heimat und Identitäten sind wandelbar“, sagte die Kuratorin.
Dr. Anna Haut griff den Faden auf: „Wir sollten lernen, den Fluchthintergrund als gesellschaftliche Bereicherung zu erfahren und die Möglichkeiten bedenken, die sich dadurch ergeben“, plädierte sie für eine Integrationspolitik, die Menschen ihre Würde lässt und die der Gesellschaft zugute käme. Mit weiteren Bildern zum Thema „Heimat und Flucht“ soll die Ausstellung, die im Grenzlandmuseum eröffnet wurde, in Friedland ergänzt werden.

 

Suche nach Heimat und Identität

 

„eye_land: heimat, flucht, fotografie“ ist noch bis zum 31. März 2023 in den beiden Institutionen zu sehen.

 

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