Zukunftsweisende Spende: Jeweils 1000 Euro für das Grenzlandmuseum Eichsfeld und das Tabalugahaus

Eine Spende von jeweils 1000 Euro hat der gebürtige Eichsfelder Edgar Pferner gemeinsam mit befreundeten Handwerkern dem Grenzlandmuseum Eichsfeld und dem Tabalugahaus in Duderstadt übergeben. Damit sollte einerseits die Verbundenheit zur alten Heimat gezeigt werden, andererseits wurden in diesem Rahmen auch neue Impulse zur Bildung und Ausbildung von jungen Menschen gegeben.

Edgar Pferner wurde 1952 im thüringischen Eichsfeld geboren, ist in Reinholterode aufgewachsen und im schneereichen November 1966 mit seinem Vater auf Skiern, getarnt mit weißen Bettlaken, in den Westen geflohen, an einer Stelle nahe dem heutigen Grenzlandmuseum. Ihn verbinden persönliche Erinnerungen und Familienbande mit der Region. Im Westen machte der junge Reinholteroder, der heute in Bochum lebt, eine Frisörausbildung, dann seinen Meister.

„Mein Herz schlägt für das Eichsfeld“, sagte Edgar Pferner bei der Spendenübergabe. Seit der Grenzöffnung engagiert er sich für eine Verbindung zwischen Ost und West. Im Grenzlandmuseum berichtet er in verschiedenen Schulprojekten als Zeitzeuge von seinen Fluchterfahrungen. Außerdem schätzt er das Engagement von Peter Maffay und Ottobockchef Hans Georg Näder als Initiatoren des Tabalugahaus-Projektes in Duderstadt, wo traumatisierte Kinder eine betreute Auszeit erfahren können.
Seine Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz (für herausragendes Engagement für Handwerk, Kirche und Sport) nahm Edgar Pferner 2021 zum Anlass für einen Spendenaufruf, um diese beiden Institutionen in seiner alten Heimat zu unterstützen.

„Ein Herz für das Handwerk“

Aus dem Ruhrgebiet mit angereist waren die beiden Handwerksmeister Hanno Dördelmann und Lutz Hannuschka, letzterer ebenfalls Bundesverdienstkreuzträger. Im Rahmen der Spendenübergabe wollten sie auch im Eichsfeld für eine gerade ins Leben gerufene Initiative werben, die unter dem Motto „Ein Herz für das Handwerk“ junge Menschen für Handwerksberufe begeistern soll. Eine Idee sei zum Beispiel, dass Azubis im Handwerk – ähnlich wie Studierende im Erasmus-Programm – die Chance auf nationale und internationale Austauschprogramme bekämen, erklärten die Handwerksmeister. Und dort sehe man auch die Verbindung zum Grenzlandmuseum als Ort der politischen Bildung im regionalen, nationalen und internationalen Zusammenhang, und zum Tabalugahaus als Ort für Kinder aus aller Welt – zurzeit sind dort elternlose Kinder aus der Ukraine untergebracht.

Karsten Ley, Geschäftsführer des Tabalugahauses in Duderstadt, erklärte, dass in seinem Team ohnehin überlegt worden sei, ob man die Ausrichtung des Hauses erweitern solle um den Aspekt einer altersgerechten pro-europäischen Bildung und internationalen Verständigung. Mira Keune, Geschäftsführerin des Grenzlandmuseums, unterstrich, dass dieses auch eines der wesentlichen Ziele der Bildungsarbeit im Grenzlandmuseum sei, und bot weitere Gespräche zur möglichen Kooperation an.

Handwerkliche Austauschprogramme könnten ebenfalls die Völkerverständigung begünstigen und zugleich dem Fachkäftemangel im Handwerk entgegenwirken. Denn der Personalmangel werde in den kommenden Jahren noch drastisch zunehmen, waren sich die drei Handwerksmeister einig.

Bei der Spendenübergabe dankten für das Grenzlandmuseum Mira Keune und der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins Wolfgang Nolte, auch im Namen des ersten Vorsitzenden Horst Dornieden, sowie für das Tabalugahaus Karsten Ley für die großzügige Unterstützung der Arbeit beider Eichsfelder Institutionen.

 

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