Der bekannte Verleger und Verlagshistoriker Dr. Christoph Links wird am Donnerstag, 24. September 2026, im Grenzlandmuseum Eichsfeld sein neues Buch „Verschwundene Verlage“ vorstellen, in dem es um ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte geht. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Beginn ist um 19 Uhr.
Von ursprünglich 151 in der DDR zugelassenen Verlagen blieben im Jahr 1989 nur noch 78 übrig. Was passierte mit den Verlagen? Wurden sie aus politischen Gründen enteignet? Sind sie in den Westen abgewandert? Oder wurden sie gegen ihren Willen fusioniert?
In seinem Vortrag geht Christoph Links diesen Fragen nach und zeigt auf, mit welchen Methoden die SED-Führung die Kulturwirtschaft kontrollierte und wie sie geistige und wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Wege räumte. Dabei wird er besonders auf betroffene Verlage aus Thüringen eingehen – und dabei auch die wechselvolle Geschichte des Cordier-Verlags aus Heiligenstadt beleuchten.

Christoph Links, Jahrgang 1954, arbeitete nach seinem Studium der Philosophie und Lateinamerikanistik als Journalist (Berliner Zeitung), Rezensent und Sachbuchautor. Im Rahmen der Friedlichen Revolution gründete er am 1. Dezember 1989 einen der ersten unabhängigen Sachbuchverlage der DDR, in dem bisher über 1.000 Bücher erschienen sind. 2008 promovierte er mit einer Studie über die Privatisierung der DDR-Verlage im Prozess der Deutschen Einheit.
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