Eichsfelder Landtagsabgeordnete gedenken am Grenzlandmuseum den Folgen des Mauerbaus

Am 13. August 1961 hat das DDR-Regime mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Zum Gedenken an die drastische militärische Abriegelung der innerdeutschen Grenze und deren Folgen trafen sich Eichsfelder Landtagsabgeordnete aus Niedersachsen, Thüringen und Hessen am Grenzlandmuseum Eichsfeld.

Das Treffen wurde vom niedersächsischen MdL Thomas Ehbrecht initiiert. Gekommen waren aus dem Thüringer Landtag Christina Tasch, Thadäus König und Werner Henning, aus dem niedersächsischen Landtag Veronika Koch und Oliver Schatta sowie Wolfgang Schuster aus dem hessischen Landtag. Auf dem Programm stand ein Museumsrundgang und ein Besuch am Mahnmal für die Opfer der innerdeutschen Grenze.

 

Thadäus König, Christina Tasch und Thomas Ehbrecht am Mahnmal auf dem Grenzlandweg

 

Es fand ein reger Austausch über die historischen Entwicklungen der deutschen Teilung und Wiedervereinigung statt. Zum aktuellen Thema der politischen Bildung sagte Thomas Ehbrecht: „Es gehört zu unserer Aufgabe, Kinder und Jugendliche vermehrt in die Gedenkstätten zu bringen.“ Horst Dornieden, Vorsitzender des Trägervereins Grenzlandmuseum Eichsfeld, griff den Faden auf: Nach der geschichtlichen Aufarbeitung der vergangenen Jahre gehe es in der Zukunft des Grenzlandmuseums vor allem um Geschichtsvermittlung, sagte er in seiner Ansprache.

 

Die Landtagsabgeordneten und das Team des Grenzlandmuseums treffen sich zum Austausch

 

Zum Hintergrund des 13. August 1961 informierte Mira Keune, Leiterin des Grenzlandmuseums:
„Bereits Ende Mai 1952 hatte die DDR mit der systematischen Abriegelung der fast 1.400 km langen Grenze zur Bundesrepublik begonnen. Neun Jahre später, am 13. August 1961, wird mit der Schließung der Berliner Sektorengrenzen durch die DDR und dem darauf folgenden Bau der Mauer um Westberlin das letzte Schlupfloch gen Westen geschlossen. Zugleich beschloss die DDR, in den folgenden Monaten auch die bestehenden Anlagen an der innerdeutschen Grenze stark auszubauen und zu verminen. Verbunden mit den verschärften militärischen Abriegelungsmaßen an der innerdeutschen Grenze ist die zweite große Zwangsaussiedlungsaktion mit dem Namen Aktion Festigung. Am 3. Oktober 1961 verloren dabei mehr als 3.000 Menschen ihre Heimat. Die „Aktion Festigung“ hatte in den damaligen DDR-Bezirken unterschiedliche Bezeichnungen. Im Bezirk Erfurt erhielt sie den Namen Aktion Kornblume.

 

Mira Keune (4.v.l.) gibt den politischen Vertretern aus Hessen, Thüringen und Niedersachsen Einblicke in die Geschichte des Grenzlandmuseums

 

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