Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erinnert mit einer neuen Sonderausstellung und einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung an den Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren. Beginn ist am Donnerstag, 13. August 2026, um 14 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Dazu informiert das Grenzlandmuseum:
Am 13. August 1961 begann mit dem Bau der Berliner Mauer die endgültige Abriegelung der Sektorengrenze und zugleich eine neue Phase des Ausbaus und der weiteren Militarisierung der rund 1.400 km langen innerdeutschen Grenze. Die Folge waren eine Verstärkung der Grenzzäune, Aufbau von Signal- und Sperranlagen sowie die Verlegung von Bodenminen und der Einsatz weiterer tödlicher Sicherungssysteme, die die Grenze zu einer der am stärksten befestigten Staatsgrenzen der Welt machten. Der 65. Jahrestag des Mauerbaus erinnert an die Opfer des DDR-Grenzregimes und an die tiefgreifenden Folgen von Diktatur, politischer Verfolgung und deutscher Teilung.
Aus diesem Anlass lädt das Grenzlandmuseum zu einem öffentlichen Rundgang durch seine Dauerausstellung ein. In der Führung werden die Wechselwirkungen und Unterschiede zwischen Berliner Mauer und innerdeutscher Grenze thematisiert.
Außerdem präsentiert das Grenzlandmuseum ab dem 13. August 2026 die Sonderausstellung „Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“. Die Schau der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt, wie tief die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in das Leben der Menschen eingriff, und verdeutlicht, dass die SED weit mehr war als eine politische Organisation: Sie prägte Politik, Wirtschaft und Justiz ebenso wie den privaten Alltag. Anhand zahlreicher Fotos, Infografiken sowie audiovisuellem Begleitmatmaterial vermittelt die Ausstellung, wie eng politische Herrschaft und gesellschaftlicher Alltag in der DDR miteinander verflochten waren und welche Folgen dies für das Leben der Bevölkerung hatte.
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