Weihnachtswunder? Gibt es. Beim DRK

Auch in heutiger Zeit gibt es noch „Weihnachtswunder“. Ein solches hat gerade der DRK-Kreisverband Duderstadt erlebt, sagt der Vorsitzende Markus Teichert, und Freude und Erleichterung stehen ihm im Gesicht. Eine moderne Zentrale für den effektiven Ausbildungs- und Arbeitseinsatz der Ehrenamtlichen habe sich der Kreisverband von Herzen gewünscht – und die ist nun, nach einigen Talfahrten bei den Ideen zur Umsetzung, gesichert.

 

Grund zur Freude: Die Ehrenamtlichen kommen zur Besichtigung des zukünftigen DRK-Zentrums in Duderstadt

 

Ziel war, das Katastrophenschutzzentrum Am Euzenberg und die Geschäftsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Duderstadt mit Ausbildungsstätte in der Bahnhofstraße an einem Ort zu konzentrieren. Die perfekte Immobilie war dafür schon in Aussicht, wären da nicht die Kosten, inklusive Umbau, von 1,5 Millionen Euro. Und der Zeitdruck. Nur bis Jahresende 2019 bestand die Kaufoption. Doch trotz Eigenleistungen, Darlehen und verschiedener Ideen kam das Geld für den Kauf der Immobilie nicht zusammen. Quasi im letzten Moment sprang Ottobock-Chef Hans Georg Näder „in die Bresche“, so Markus Teichert. „Es ist uns gelungen, aufgrund der kurzfristigen und äußerst großzügigen Unterstützung von Herrn Professor Näder, die Finanzierung sicherzustellen“, gibt Claudia Moneke, Geschäftsführerin des Kreisverbands, ebenfalls höchst erfreut bekannt.

 

Bei den guten Neuigkeiten strahlen auch die Vorstandsmitglieder des DRK-Ortsverbands Duderstadt

 

Monatelang sei intensiv, manchmal bis in die Nacht hinein, an Lösungen gearbeitet worden, bestätigt der Justitiar Klaus Kunstmann. Klar war, dass die Kosten für die Immobilie nicht über bisherige Möglichkeiten aufgebracht werden könnten. Die Idee, die Kommunen als Partner auf finanzieller Ebene zu gewinnen, scheiterte. Dennoch war man sich einig: Der Standort Duderstadt müsste dringend modernisiert werden. Einerseits, um die Jugend im Ehrenamt zu halten und so für die Zukunft Bestand zu haben, andererseits, um modernen Zivil- und Katastrophenschutz zu gewährleisten.

In der zum Verkauf stehenden Immobilie des Metallbaubetriebs Wagner in der Schöneberger Straße fand man ideale Voraussetzungen. Das zeigte der Unternehmer Matthias Wagner bei einem Rundgang mit den DRK-Mitgliedern: Große, helle und beheizbare Hallen für den DRK-Fuhrpark (12 Einsatzfahrzeuge, darunter Lkw, Rettungswagen, Krankentransportfahrzeuge und Anhänger) zählen zu den Pluspunkten.

 

In guter Nachbarschaft: Der Unternehmer Matthias Wagner lädt ein zum Rundgang auf dem einstigen Firmengelände des Metallbaubetriebs

 

„Wir haben im Praxistest geprüft, ob der Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung ausreicht, wenn wir alle Vorschriften wie Mindestabstände und Sicherheitsregeln beachten“, erklärt der Ausbildungsbeauftragte Thorsten Stolze. Alles im grünen Bereich, so das Test-Ergebnis.

 

Thorsten Stolze (rechts) gibt ein Statement zu den bestens geeigneten Hallen in der Immobilie der Firma Metallbau Wagner

 

Matthias Wagner zeigte außerdem weitere Vorteile des neuen Standortes. Zwei Zufahrten und Außenparkplätze jeweils von der Schöneberger und der Charlottenburger Straße, Büro- und Seminarräume, ein Gemeinschaftsraum für die diensthabenden Ehrenamtlichen, sanitäre Einrichtungen und die stadtnahe Lage mit guter Verkehrsanbindung seien ideal für ein modernes DRK-Zentrum. Da der Unternehmer sich bestens in den Anfang der 1990-er Jahre gebauten Hallen auskennt, bleibt er während der Umbauphase auch als Bauleiter Ansprechpartner.

 

Matthias Wagner zeigt den DRK-Mitgliedern die Besonderheiten des neuen Standortes … 

 

… und nimmt auch humorvoll den Bauleiter-Helm in Empfang.

 

Durch die Unterstützung von Hans Georg Näder konnte der DRK-Kreisverband diese Immobilie nun tatsächlich erwerben. „Uns ist mit dieser Entwicklung ein Felsbrocken vom Herzen genommen worden, da es jetzt endlich großartige räumliche Perspektiven gibt, die auch zur inhaltlichen Stärkung der DRK-Arbeit für die Region beitragen werden“, sagt das geschäftsführende Vorstandsmitglied Klaus Kunstmann. Der stellvertretende Vorsitzende Norbert Aumann ergänzt: „Die große Verbundenheit Herrn Näders zum DRK Duderstadt und seine aktive gepflegte Bürgernähe kommen hier zum Ausdruck.“

Dass umgekehrt auch immer Verlass auf die Unterstützung des DRK ist, zeigten die Ehrenamtlichen schon auf diversen Großveranstaltungen im Landkreis und in Duderstadt, zuletzt im September 2019 beim Eichsfeld-Festival zum 100-jährigen Bestehen der Firma Ottobock.

Doch nicht nur bei zahlreichen Sanitätsdiensten, bei Rettungsdiensten und im Katastrophenschutz sind die DRK-Mitglieder im Einsatz. Auch Erste-Hilfe-Kurse, die Kleiderkammer, Blutspende-Aktionen, Seniorenarbeit sowie Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Fachkräften gehören zu den Aufgabengebieten. Mit den Ortsverbänden Duderstadt und Gieboldehausen, mit insgesamt also mehr als 1300 Mitgliedern, kommt der Kreisverband auf rund 700 Stunden geleistetes Ehrenamt im Monat und mehr als 100 Einsätze bei Unfällen, Veranstaltungen etc. im Jahr.

 

Markus Teichert (Mitte) und Klaus Kunstmann (links) erklären die vielschichtigen Aufgaben des DRK in der Region und loben den Einsatz der Ehrenamtlichen

 

„Aus Liebe zum Menschen. Das ist unser Motto, und wir sind immer für alle da. Aber nun bitten wir auch mal um Hilfe“, spricht Markus Teichert die Weiterentwicklung des neuen DRK-Zentrums an. Denn mit der Immobilie ist zwar schon vieles gewonnen, aber noch nicht alles getan. Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen stehen an. „Jeder Euro, jeder Stein und jede Stunde hilft“, so der Präsident. Nicht nur weitere Spenden sind willkommen, sondern auch Baumaterialien, Leihwerkzeug oder Handwerker und Unternehmer, die mit dem nötigen Know-how das Projekt unterstützen wollen. Dafür wurde auf der Homepage des DRK-Kreisverbands in der Menüleiste der Titel „Neues Zentrum“ eingerichtet, wo weitere Infos zu finden sind.

 

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