Petra Bartosch-Aderhold hinterfragt das innere und äußere Frauenbild

 

Die Duderstädterin Petra Bartosch-Aderhold hat viele Lebensrollen. Man kennt sie als die Tänzerin Petrissa Morgiane, mittelalterlich gewandet bei Stadtführungen, oder als Schauspielerin und Vorleserin bei dem städtischen Integrationsprojekt Märchen der Völker. Oder als Dozentin in der Familienbildungsstätte Untereichsfeld. Oder als Elternvertreterin an Schulen. Außerdem ist sie Gesundheitspädagogin, Heilpraktikerin, Ernährungsberaterin, Entspannungspädagogin. Ach ja, und Hausfrau, Mutter, Tochter, Köchin, Putzfrau, Partnerin …

 

Petra Bartosch-Aderhold

„Jede Frau hat so viele Rollen in sich, so unterschiedliche Fähigkeiten. Trotzdem haben viele Frauen ein mangelndes Selbstwertgefühl und empfinden wenig Selbstliebe. Sie schauen in den Spiegel und identifizieren sich über ihr Aussehen“, sagt Petra Bartosch-Aderhold. Besonders in Zeiten der Instagram-Selbstvermarktung und der Gleichschaltung von Schönheitidealen sei das Thema der Äußerlichkeiten wieder mehr in den Fokus gerückt. Warum werden Frauen im Jahr 2020, nach all den emanzipatorischen Erfolgen des 20. Jahrhunderts, immer noch nach ihrem Body-Mass-Index (BMI) und dem pickel- und faltenfreien Puppengesicht gemessen, statt nach ihrem Können, ihrer Leistung und ihrem Charakter? Und vor allem: warum hängt ihr eigenes Selbstwertgefühl vom Aussehen ab?

 

Sind Puppengesichter und der BMI wichtiger als Charakter und Fähigkeiten? (Foto Pixabay)

 

Mit dem Bild der Frau hat Petra Bartosch-Aderhold sich schon in ihrer orientalischen Tanzausbildung intensiv beschäftigt. Tanz ist pure Körpersprache, Tanz erfordert Haltung, Balance und Körperbewusstsein. Doch Frauen mit Haltung und Körperbewusstsein werden oft als bedrohlich betrachtet, so der Eindruck von Petra Bartosch-Aderhold. Und auch im Arbeitsalltag der Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin kam immer wieder die Frage nach der Weiblichkeit auf, die anscheinend irgendwo zwischen dem Bild der Mutter und des Models hängen geblieben ist.

„Wir Frauen machen das ja alles mit, indem wir um so mehr an uns zweifeln, je weniger wir dem Idealbild entsprechen. Unsere Äußerlichkeiten verändern sich aber mit allen Lebensphasen. Und genau da möchte ich ansetzen und gemeinsam mit Frauen nach Lösungen suchen, um dem eigenen Selbstwert und der Selbstliebe auf die Spur zu kommen“, erklärt Petra Bartosch-Aderhold.

 

Äußerlichkeiten ändern sich mit dem Lebensphasen (Foto Pixabay)

 

In Kooperation mit der Heilpraktikerin für Psychotherapie Angela Özdem aus Warburg bietet sie in Duderstadt einen Workshop unter dem Titel „Barbie-Puppen-Kult – ist das mein Frauenbild?“ von Freitag, 5. Juni, bis Sonntag, 7. Juni 2020, an. Die Auswirkungen des Schönheitsideals sollen hinterfragt werden. Willkommen sind Frauen jeden Alters, Mütter, Töchter, Omas. Ziel ist, einen Weg zu Veränderung der eigenen Sichtweise aufzuzeigen. „Wer mit Veränderungen bei sich selbst anfängt, beeinflusst auch sein Umfeld. Eine veränderte Selbstwahrnehmung der Frauen kann auch gesellschaftliche Folgen haben“, sagt Petra Bartosch-Aderhold.

Infos und Anmeldungen zum Workshop in Duderstadt unter Telefon 05527-998481.

 

ClanysEichsfeldBlog Duderstadt BarbiePuppenKult Workshop Schönheitsideal

 

 

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Raum & Dekor Werner Duderstadt


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