Grenzlandmuseum präsentiert neues Programm: Open-Air-Kino und weitere spannende Angebote

Mit einem spannenden und informativen Halbjahresprogramm startet das Grenzlandmuseum Eichsfeld in die zweite Jahreshäfte 2021. Am Wochenende 13. bis 15. August wird mit einer Kranzniederlegung und einer Gedenkwanderung an den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961 und dessen Folgen auch für das Eichsfeld erinnert. Außerdem sind zwei Open-Air-Kino-Abende geplant. Weitere mulitmediale Angebote folgen in den kommenden Monaten.

Die beiden Vorsitzenden des Trägervereins, Horst Dornieden und Wolfgang Nolte, sowie die Geschäftsführerin des Grenzlandmuseums Mira Keune stellten die Highlights aus dem neuen Programm vor und gaben zugleich einen Rückblick auf die Geschichte des Grenzlandmuseums, das im vergangenen Jahr wegen der Pandemie sein 25-jähriges Bestehen nicht gebührend feiern konnte. Aber viele ausgefallene Veranstaltungen würden nun in einem neuen Rahmen nachgeholt. Wolfgang Nolte dankte im Namen des Vorstands allen Mitarbeitern, Sponsoren, Projektpartnern und den etwa 200 Mitgliedern des Trägervereins für deren Unterstützung.
Alle im Team des Grenzlandmuseums zeigten sich erleichtert, dass man Mitte Juni 2021 entsprechend der Corona-Verordnungen des Landkreises Eichsfeld und des Landes Thüringen endlich wieder öffnen konnte. Seitdem hätten schon über 4000 Gäste die Ausstellung im Grenzlandmuseum besucht, betonte Horst Dornieden. Nochmal deutlich mehr hatten die Coronazeit genutzt, um auf dem Grenzlandweg und am Grünen Band zu wandern.

Zum Auftakt des neuen Halbjahresprogramms erläuterte Mira Keune die weitreichenden Folgen des militärischen Ausbaus der innerdeutschen Grenze auf Seite der DDR: „Der Mauerbau vor 60 Jahren war nicht auf Berlin beschränkt. Mit ihm begann der weitere Ausbau und die verstärkte Militarisierung der innerdeutschen Grenze. In den neuen Grenzanlagen wurden nun auch Minen verlegt.“

Das neue Halbjahresprogramm beginnt am 60. Jahrestag des Mauerbaus, am
13. August 2021, mit einer Kranzniederlegung um 17 Uhr am Mahnmal auf dem Grenzlandweg. Die Gedenkrede hält Franz-Josef Schlichting, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
Infos: https://www.grenzlandmuseum.de/events/mauerbau/

An den Abenden 13. und 14 August sind zwei Open-Air-Filmvorführungen geplant, die das Thema „Mauerbau“ auf ganz verschiedene Weise aufgreifen. „Das schweigende Klassenzimmer“ schildert den Beginn des Weges zur totalen Abschottung der DDR von Westdeutschland im Jahr 1956. Der Filmdreh zu „One, Two, Three“ von Billy Wilder musste 1961 während des Mauerbaus unterbrochen werden.
Außerdem werden vom 13. bis 15. August jeweils ab 14 Uhr öffentliche Führungen am Grenzlandweg angeboten.

 

13. August: Open-Air-Kino „Das schweigende Klassenzimmer“
Beginn um 20 Uhr am Beobachtungsturm am Grenzlandweg (auf dem Pferdeberg)
14. August: Open-Air-Kino „One, Two, Three“
Beginn um 20 Uhr am Beobachtungsturm am Grenzlandweg (auf dem Pferdeberg)
Für die Open-Air-Kinobesuche wird empfohlen, Decken, warme Kleidung und evtl. einen Picknickkorb mitzubringen. Biergartenbänke stehen zur Verfügung.
Infos: https://www.grenzlandmuseum.de/events/open-air-kino2021/

 

Open-Air-Kino am Grenzlandweg mit Picknick

 

14. August: Buchfink-Theater „Bis Mitternacht an der Grenze“
Beginn 16 Uhr in der Bildungsstätte des Grenzlandmuseums; Puppentheater für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Infos: https://www.grenzlandmuseum.de/events/puppentheater-bis-mitternacht-an-der-grenze/

15. August: Gedenkwanderung anlässlich des Mauerbaus
Start um 11 Uhr am Besucherparkplatz bei Gut Herbigshagen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Heinz-Sielmann-Stiftung und mit dem Grenzlandmuseum Eichsfeld. Auf der Hälfte der Strecke entlang des Grünen Bandes, am West-Östlichen Tor, findet ein Zeitzeugengespräch mit einem langjährigen Angehörigen der Bundespolizei (ehem. Bundesgrenzschutz, BGS) aus Duderstadt statt. Ziel ist das Grenzlandmuseum Eichsfeld, wo eine Besichtigung möglich ist. Für die Teilnehmer der Wanderung ist der Eintritt inklusive und es wird ein Rücktransfer angeboten. Teilnahmegebühren: Erwachsene 7 Euro, Kinder bis 12 Jahre 5 Euro.
Anmeldung (bis zum 13. August 2021) und Information: Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum, Telefon: 05527 914-208 E-Mail: besucherservice@sielmann-stiftung.de
oder direkt beim Besucherservice im Natur-Erlebnishaus.
Infos: https://www.grenzlandmuseum.de/events/gedenkwanderung_grenzabriegelung/

 

Gedenkwanderung entlang des Grünen Bandes im Eichsfeld

 

2. Oktober: Filmvorführung „Bei Nacht und Nebel“
Der Dokumantarfilm erinnert an die Massenflucht aus Böseckendorf vor 60 Jahren. Anschließend berichtet ein Zeitzeuge von den Geschehnissen.
Beginn ist um 19 Uhr in der Bildungsstätte.

 

Die Gedenksteine bei Immingerode erinnern an die Massenflucht aus Böseckendorf

 

3. Oktober: 31 Jahre Deutsche Einheit
Von 10 bis 17 Uhr finden stündlich öffentliche Führungen statt. Um 11 Uhr startet außerdem eine Wanderung von Böseckendorf, wo vor 60 Jahren eine Massenflucht in den Westen stattfand, bis zum Grenzlandmuseum. Die Route führt auf den Spuren der damaligen Flucht entlang.

Ebenfalls am 3. Oktober wird der Theater-Video-Walk „Hinterm Horizont“ der Öffentlichkeit präsentiert. An 10 Stationen auf dem Grenzlandweg können Theaterszenen, die in einem Schülerprojekt in Kooperation mit dem Jungen Theater Göttingen entstanden sind, mit Smartphones oder Tablets angesehen werden.

 

 

 

Außerdem wird die Ausstellung „30 Jahre – 30 Lieben“ eröffnet. Ost-West-Paare werden porträtiert, die sich ohne Grenzöffnung nie kennengelernt hätten. Einige der Paare werden an diesem Tag auch live dabei sein.

 

 

6. Oktober: Fachtag „DDR-Geschichte vermitteln“
Dr. Kathrin Klausmeier stellt ihre Publikation „So eine richtige Diktatur war das nicht…“ vor. Anschließend soll ein Erfahrungsaustausch zur Geschichtsvermittlung stattfinden.
Beginn ist um 19 Uhr im Grenzlandmuseum.

14. Oktober: Film und Zeitzeugengespräch „Die kalten Ringe – Gesamtdeutsch nach Tokio 1964“
Geschichte der letzten deutschen Olympiamannschaft 1964 mit Athleten der Bundesrepublik und der DDR. Nach dem Filmvortrag des Sporthistorikers René Wiese besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Zeitzeugen Jürgen May aus dem damaligen Olympiakader.
Beginn ist um 19 Uhr im Grenzlandmuseum.

19. Oktober: Uraufführung des Hörspiels „Ich geh dort kaputt“
Thema ist die Flucht des 19-jährigen André Rößler, der 1976 durch die Selbstschussanlagen am Grenzzaun zwischen Teistungen und Gerblingerode getötet wurde. Der Journalist und Buchautor Roman Grafe produzierte in Kooperation mit dem Grenzlandmusem das Hörspiel.
Beginn ist um 19 Uhr in der Bildungsstätte.

 

Am Grünen Band ganz in der Nähe des Grenzlandmuseums erinnert ein Kreuz an den 19-jährigen André Rößler

 

9. November: Abendwanderung „32. Jahrestag der Grenzöffnung“
Bei der geführten Abendwanderung auf dem Grenzlandweg werden auch die historischen Lichtanlagen der ehemaligen DDR-Grenze eingeschaltet.
Start ist um 17 Uhr am Grenzlandweg.

 

Der Grenzlandweg mit originalen Anlagen der DDR-Grenze

 

 

19. November: Buchvorstellung und Filmvorführung „Der Westen im Osten“
Die Publikation des Filmwissenschaftlers Dr. Michael Grisko „Der Westen im Osten. Die Darstellung des Klassenfeinds im DEFA-Film“ wird vorgestellt. Anhand des im geteilten Berlin spielenden Krimis „Treffpunkt Aimée“ werden typische Darstellungsformen aufgezeigt.
Beginn ist um 19 Uhr in der Bildungsstätte.

Weitere Infos zu allen Veranstaltungen im Grenzlandmuseum Eichsfeld unter https://www.grenzlandmuseum.de/veranstaltungen/
Pandemiebedingt gilt für alle Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2021:
– Anmeldungen telefonisch (036071 97112) oder per E-Mail (info@grenzlandmuseum.de)
– begrenzte Teilnahmemöglichkeiten
– Abstands- und Hygieneregeln
– bei einer 7-Tage-Inzidenz von +35 ist eine Teilnahme nur möglich für nachweislich Geimpfte, Genesene oder Getestete
– mit Grippe- oder Erkältungssymptomen dürfen die Veranstaltungen nicht besucht werden

Programm-Flyer:

 

 

 

 

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