Zum 100. Geburtstag von Fritz Röling: Ausstellungseröffnung im Foyer der Sparkasse Duderstadt

Am 16. Juni 2024 wäre der Duderstädter Künstler, Handwerksmeister und Träger des Bundesverdienstkreuzes Fritz Röling 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wurde im Forum der Sparkasse Duderstadt eine Ausstellung mit einer Auswahl seiner Werke eröffnet, die er der Sparkassenstiftung Untereichsfeld hinterlassen hatte. Bei der Vernissage ging es aber nicht nur um Kunst, sondern auch um den Menschen Fritz Röling, der auf ganz vielfältige Weise seine Spuren im Eichsfeld hinterließ.

 

Fritz Röling, Selbstbildnis (Bilddatei Archiv Mecke Druck und Verlag)

 

Uwe Hacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duderstadt, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, darunter eine große Abordnung der Schützengesellschaft der Stadt Duderstadt von 1302, Nachkommen des Künstlers Fritz Röling, Freunde, Wegbegleiter und Kunstinteressierte.
Als Kuratorin und Vorstandsassistentin der Sparkasse Duderstadt gab Maren Gebauer einen Einblick in die Vorbereitung der Ausstellung, die sie gemeinsam mit der Enkelin Fritz Rölings, Verena Goertsches, konzipiert hatte. Nicht ganz einfach sei es gewesen, aus dem umfangreichen Nachlass, zu dem über 300 Exponate – darunter Schützenscheiben, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Kalligrafien, Radierungen und Entwürfe zu Wandgemälden – zählten, eine Auswahl zu treffen. Schließlich sollten dann zum Thema „Heimat“ einige Werke aus verschiedenen Stilrichtungen präsentiert werden, da Fritz Röling einerseits eine Entwicklung der Stadt Duderstadt und ihrer Umgebung über Jahrzehnte vielfältig künstlerisch dokumentierte, andererseits auch seine Heimatverbundenheit über seine 63-jährige Mitgliedschaft in der Duderstädter Schützengesellschaft zu Ausdruck brachte.

 

Duderstädter Motive von Fritz Röling

 

Maren Gebauer und Verena Goertsches hatten sich auf fünf Teilbereiche der Ausstellung unter dem Titel „Heimat“ geeinigt: Kalligrafie, Sehenswürdigkeiten, Landschaften, Schützenscheiben und Skizzen zu Wandgemälden, die zum Teil heute noch in der Öffentlichkeit sichtbar sind. Der Hauptteil der Exponate stammt aus den 1940er bis 1950er Jahren, andere aus der Zeit zwischen 1960 und 1990.

Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht erinnerte in seiner Ansprache im Rahmen der Ausstellung u.a. daran, dass Fritz Röling für die Schützengesellschaft schon 1954 das künstlerische Erbe von Ernst Zinserling antrat und dann bis zum Jahr 2005 die Schützenscheiben malte. 1990 sei Fritz Röling dann selbst Schützenkönig geworden und konnte seinen eigenen Namen auf die Scheibe malen, was für ihn eine besondere Ehre gewesen sei, so Kracht.
Besonders aber hob er den Menschen Fritz Röling hervor. Der väterliche Malerbetrieb bestand schon seit 1887 am Westertor. Fritz Röling absolvierte eine Handwerkslehre zum Maler und Lackierer, begann 1941 die Meisterschule, wurde dann jedoch zum Wehrdienst eingezogen und im Krieg mehrfach verwundet. Doch schon in Zeiten der Not und des Hungers hielt er sich mit Zeichnungen für seine Kameraden über Wasser. Nach dem Krieg heiratete er Johanna Guth und bekam mit ihr zwei Töchter. Er übernahm den Betrieb seines Vaters in Duderstadt, besuchte aber auch die Werkkunstschule Hannover, legte 1948 seine Handwerksmeisterprüfung ab, war von 1956 bis 1988 Obermeister der Maler- und Lackiererinnung, ab 1988 Ehrenobermeister. Im gleichen Jahr erhielt er für sein besonderes Engagement im Handwerk das Bundesverdienstkreuz.
Seine jüngere Tochter blieb 40 Jahre lang dem Malerbetrieb Röling treu, bis sie 2011 einem Krebsleiden erlag. Einen Tag später starb ihr Vater am 27. Februar 2011.

 

Schützenscheiben von Fritz Röling

 

Im Namen der Angehörigen erinnerte Norbert Baensch an den Menschen Fritz Röling. Ein liebevoller Großvater sei er für seine Enkel gewesen, von denen einige auch zur Ausstellungseröffnung gekommen waren. Der Dank der Familie gelte der Sparkassenstiftung Untereichsfeld für die Ausstellung und das damit verbundene Gedenken zum 100. Geburtstag Fritz Rölings.

 

Kalligrafie von Fritz Röling

 

 

Die Ausstellung mit den Werken Fritz Rölings ist noch bis zum 28. Juni 2024 während der Geschäftszeiten im Foyer der Sparkasse Duderstadt zu sehen. Zahlreiche Schützenscheiben werden zudem dauerhaft im Duderstädter Schützenhaus an der Talwiese präsentiert. Das Schützenfest findet vom 12. bis 16. Juli 2024 statt, wo sich viele Gelegenheiten bieten werden, auch die Röling-Scheiben anzuschauen.

 

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