Peter Maffay wird in seinem brandneuen Album „Jetzt!“ mehr als deutlich: Themen wie Umweltzerstörung, der Rechtsschwank in der Politik, die großen Probleme der Gegenwart komprimiert er in den Singles wie „Morgen“ und „Jetzt!“. Er positioniert sich und setzt dazu das ein, was er hat: Seine Musik und seine Prominenz.
Position beziehen und damit Verantwortung übernehmen – das war auch der Kern des Pressegesprächs im Hotel Zum Löwen im Rahmen des Eichsfeld-Festivals in Duderstadt. Mit am Tisch saßen Hans Georg Näder, der das Eichsfeld-Festival aus Anlass des 100-jährigen Ottobock-Bestehens der Stadt Duderstadt spendiert hat, und der Popstar Johannes Oerding. Ein Mikrophon habe eine gewisse Reichweite, verbildlichte Johannes Oerding den Anstoß von Peter Maffay und bekannte sich damit ebenfalls zur Verantwortung der Musiker und Künstler, ihre Bekanntheit zu nutzen, um etwas zu bewegen.
Der Vielreisende Hans Georg Näder zog Vergleiche zu den politischen Systemen in Ländern, in denen so etwas wie Freiheit und Sicherheit erst noch errungen werden muss. Dagegen sei Berlin ein „Kurgarten“. „Wir leben in einem Land, wo es an uns liegt, wie wir unsere Lebensverhältnisse optimieren.“ Außerdem erinnerte er daran, wie seine Eltern nach dem Zweiten Weltkrieg als Flüchtlinge mit wenigen Habseligkeiten in Duderstadt eintrafen. „Wir haben die Verantwortung, Menschen aufzunehmen. Dabei gibt es natürlich Regeln, die beachtet werden müssen“, bezog auch der Ottobock-Chef klare Position gegen Fremdenfeindlichkeit – und für die Wahrung demokratischer Werte. Mit Blick auf die Ottobock-Firmengeschichte in Duderstadt und auf das Eichsfeld-Festival sagte er: „Wer Erfolg hat, hat auch die Verantwortung, Erfolg zu teilen.“ Er dankte allen Duderstädtern für die Unterstützung, allen Ehrenamtlichen, die beim Eichsfeld-Festival dabei sind, der Stadt Duderstadt und vor allem den Mitarbeitern der Firma Ottobock, die alle zum Erfolg der Firmengeschichte beigetragen haben.