Am Umweltaktionstag an der KGS Gieboldehausen haben rund 80 Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs teilgenommen. Unter der Leitung von der Lehrerin Melanie Sommer ging es um die Sensibilisierung zur Vermeidung von Plastikmüll und um Kenntnisse zu den Gefahren für die Umwelt. Zehn Lehrkräfte haben den Umweltaktionstag begleitet.
Die Sechstklässler erfuhren unter anderem, dass sich in den Weltmeeren große Müllinseln gebildet haben, die nicht nur das
Leben der Meeresbewohner stark gefährden. Die steigende Menge an Mikroplastik führt auch dazu, dass die Gesundheit des Menschen gefährdet wird, da die kleinsten Plastikteilchen letztlich über den Nahrungskreislauf in den geliebten Fischstäbchen landen. Auch über Flüsse wird der Plastikmüll in die Weltmeere geschwemmt.
Exemplarisch wurde die Verschmutzung der Rhume mithilfe eines Videos dargestellt. Das erworbene Wissen wurde anschließend in Form eines interaktiven Wissensquiz vertieft. Die Klassen erhielten außerdem verschiedene Aufgaben, um sich am praktischen
Beispiel mit dem Thema Müll und Müllvermeidung auseinanderzusetzen. Mit Greifhilfe, Handschuhen, Magnetangeln (zur Säuberung von Gewässern), Eimern und Müllsäcken ausgerüstet, zogen vier Klassen los, um den Wegesrand am Erlenhof, das Schulgelände der KGS sowie den Schlosspark von Gieboldehausen von Müll zu befreien.
Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs?
Die Klasse 6R2 hatte an diesem Tag einen besonderen Arbeitsauftrag. Mit Unterstützung von Edeka Jaksch sollten Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs auf deren Verpackung und Nachhaltigkeit untersucht werden. Die Klassen 6R1 und 6G1 beschäftigten sich im Klassenraum mit Kosmetik und Putzmitteln und untersuchten die Produkte mithilfe von Apps
und Experimenten auf Mikroplastik.
Abgeschlossen wurde der Umweltaktionstag mit einem gemeinsamen müllfreien Pizzaessen von der Bäckerei Wollersen.
Melanie Sommer erklärte, dass es das Team „Umweltschule“ seit 2016 an der KGS Gieboldehausen gibt. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern das Thema Umwelt- und Naturschutz näherzubringen. In diesem Zusammenhang wurde im Schuljahr 2017 die Mülltrennung zum Thema gemacht, woraus ein erster kleiner Aktionstag entstanden ist.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Seither wird das Thema Mülltrennung alljährlich durch audiovisuelle Schülerbeiträge thematisiert. Der Umweltaktionstag soll in das Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ eingebunden und jährlich durchgeführt werden. Darüber hinaus soll das Thema fest im Lehrplan für Religion und Werte und Normen innerhalb des Themas „Verantwortung und Schöpfung“ verankert werden.
Am 5. Oktober 2022 wird der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen die Auszeichnung „Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa“ an der Georg-August-Universität wiederholt verliehen.
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