Der Landkreis Göttingen warnt aus aktuellem Anlass vor dem Verzehr von Schweinefleisch, das nach einer Schwarzschlachtung in Nesselröden möglicherweise in Umlauf gebracht wurde.
Der Landkreis informiert in seiner Pressemitteilung:
Am 5. September 2022 fand in Nesselröden gegen 16 Uhr, in der Straße „Am Grabentor“ die Schwarzschlachtung eines ca. 150 kg schweren Hausschweines unter äußerst unhygienischen Bedingungen unter freiem Himmel statt. In diesem Fall wäre sowohl eine amtliche Schlachttier- als auch eine Fleischuntersuchung sowie eine Trichinenuntersuchung verpflichtend gewesen. Im Anschluss an die Schlachtung wurde das Schwein direkt unter freiem Himmel zerlegt. Gegen 17 Uhr konnten Zeugen beobachten, dass Fleisch in einem schwarzen Mercedeskombi abtransportiert wurde.
Sollte das Fleisch mit Trichinen (Fadenwürmer) infiziert sein, besteht beim Verzehr von rohem Fleisch (Hackfleisch, Mett) die Gefahr, dass sich der Verbraucher mit Trichinen infiziert, was zu Fieberschüben, Schüttelfrost, Durchfällen, ausgeprägten Muskelschmerzen oder sogar zum Tod führen kann.
Aufgrund des unmittelbar zeitlichen Zusammenhangs und des möglicherweise noch nicht weiter verarbeiteten Fleisches warnt der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz für den Landkreis und die Stadt Göttingen eindringlich vor dem Verzehr dieses genussuntauglichen Fleisches.
Sachdienliche Hinweise sowohl zur Schlachtung als auch zum Abtransport des Fleisches werden unter: veterinaeramt@landkreisgoettingen.de oder unter Tel. 0551 525-2493 entgegengenommen.
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