Der Freiraumplanerische Realisierungswettbewerb zu Landesgartenschau 2030 unter dem Motto „Denkmal Zukunft“ in Duderstadt ist abgeschlossen. Das Preisgericht hat sich für die Entwürfe des Planungsbüros Planorama aus Berlin entschieden. Janina Gäckler vom Planorama-Team stellte die Ideen dem Duderstädter Stadtrat in einer öffentlichen Sitzung im historischen Rathaus vor.
Die Wettbewerbsvorgaben erläuterte zunächst Christian Jürgensmann vom Büro weihrauch + fischer, das mit der Planung des Wettbewerbs beauftragt worden war: Auf dem LNS-Gelände solle mit einer Neugestaltung unter anderem die Aufenthaltsqualität verbessert werden, barrierearme Zugänge sollten gewährleistet sein, ein moderner Veranstaltungsort mit Wetterschutz, Nebenräumen und Umkleide soll integriert werden, ein Spiel- und Bewegungsangebot für alle Altersgruppen soll einen Orts- und Geschichtsbezug aufweisen. Außerdem galt es, die Eingangssituation, Laga-Rundwege, Ausstellungsflächen, Themengärten und Gastronomie unter Einbeziehung der historischen Stadtmitte und des Umlandes zu schaffen. Christian Jürgensmann betonte, dass insgesamt 56 Bewerber Interesse an einer Wettbewerbsbeteiligung gezeigt hätten, davon seien 23 Arbeiten eingereicht worden, welche die Vorprüfung durch weihrauch + fischer durchlaufen hätten. Das Preisgericht trat an zwei Tagen Mitte September zusammen. Die Entscheidung fiel auf die Entwürfe des Berliner Büros Planorama Landschaftsarchitektur. „Bei der Entscheidung haben die ersten drei Plätze sehr nah beieinander gelegen“, betonte Bürgermeister Thorsten Feike.
Janina Gäckler gab dann Einblicke in die Schwerpunkte des Sieger-Entwurfs: Der Haupteingang der Laga 2030 würde am Adenauerring liegen, wo auch der Bus-Shuttle gute Bedingungen habe. Der Eingang mit Bühne und Gastronomie führe dann auf das LNS-Gelände. „Hier soll der Charme des Geländes mit Heckenstruktur und Obstbäumen erhalten bleiben, wir wollten den Ort nicht überformen“, erklärte Janina Gäckler. Um das Labyrinth hinter der Hollenbach Stiftung solle ein „Intensivbereich“ entstehen, und auch die nördlichen Kleingärten sollten umgestaltet werden in Gartenkabinette und Themengärten. Der Tabalugaspielplatz könnte in den Nordbereich verlegt werden, die LNS-Bühne davon deutlich entfernt in den südlichen Bereich des Bürgerparks. Und über die Feuchtwiese solle ein Aussichtssteg angelegt werden. Des Weiteren wurden neue barrierearme Wallaufgänge und Durchgänge – unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes – geplant, die den Park mit der Innenstadt verbinden sollen.
Öffentliche Ansichten der Laga-Pläne:
Noch ist jedoch nichts in Stein gemeißelt. Bürgerinnen und Bürger können die Pläne im Rahmen des Duderstädter Apfel- und Birnenmarktes am Wochenende 10./11. Oktober 2026 im historischen Rathaus anschauen und ins Gespräch kommen.
Weitere Infos zur Landesgartenschau „Denkmal Zukunft“ 2030 in Duderstadt bei laga-duderstadt.de
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