Um der streng geschützten Haselmaus Nistplätze zu ermöglichen, haben Bürgermeister Thorsten Feike, Kristina Ebert von der Stadt Duderstadt und Karl-Josef Merten vom Naturschutzbund (NABU) Obereichsfeld sogenannte Nistkobel im Duderstädter Naherholungsgebiet Im Leeren angebracht. Ziel der Maßnahme ist es, mögliche Vorkommen der Haselmaus im Stadtgebiet nachzuweisen und langfristig zu sichern.
Die Haselmaus ist die kleinste heimische Vertreterin der Bilche. Sie steht europaweit unter besonderem Schutz und gilt als sensibler Indikator für naturnahe, strukturreiche Lebensräume. Bevorzugt lebt sie in Gebieten mit dichtem Unterwuchs, Hecken sowie Hasel- und Brombeersträuchern. Genau solche Strukturen finden sich im Bereich „Im Leeren“.

„Der Schutz der biologischen Vielfalt beginnt oft im Kleinen“, betonte Bürgermeister Thorsten Feike beim Anbringen der Nistkobel. „Wenn wir geeignete Lebensräume erhalten und gezielt unterstützen, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz vor Ort.“ Zugleich verwies er darauf, dass die Stadt Duderstadt eng mit Naturschutzverbänden zusammenarbeite, um ökologische Potenziale frühzeitig zu erkennen und zu entwickeln.
Die jetzt aufgehängten Nistkobel dienen nicht nur als möglicher Unterschlupf, sondern auch der fachlichen Erfassung. Da sich die Haselmaus derzeit noch im Winterschlaf befindet, ist der Zeitpunkt ideal. Im Frühjahr könnten die Tiere die Kästen zur Aufzucht ihrer Jungen nutzen. Erst im kommenden Herbst ist eine erste Kontrolle vorgesehen.
Karl-Josef Merten sieht in dem Projekt ein wichtiges Signal: „Die Haselmaus ist auf vernetzte, naturnahe Strukturen angewiesen. Mit den Nistkobeln schaffen wir eine Chance, ihre Anwesenheit nachzuweisen und daraus gezielte Schutzmaßnahmen abzuleiten.“ Ob sich die Haselmaus in Duderstadt tatsächlich angesiedelt hat, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Geduld und Rücksicht sind dabei entscheidend – denn die geschützte Art darf keinesfalls gestört werden.
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