Unter dem Titel „Mädchenhimmel“ erinnern Carmen Barann (Lesung) und Martin Tschoepe (Gambe) am Dienstag, 15. September 2026, in der Duderstädter Kulturstube an die Werke von Lilli Grün, die 1942 aus Wien deportiert und in Weißrussland ermordet wurde. Die jüdische Schriftstellerin zeigt eine literarische Nähe zu Irmgard Keun, Mascha Kaléko, Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Beginn der Lesung mit Musik ist um 20 Uhr.
Lili Grün, geboren 1904 in Wien, träumte zunächst davon, Schauspielerin zu werden. Gleichzeitig verfasste sie schon Gedichte und Kurzgeschichten und schrieb auch drei Romane, die beachtliche Erfolge erzielten. Ihre Gedichte und Prosatexte schrieb sie ganz im Zeitstil der neuen Sachlichkeit, die vorwiegend von den Herausforderungen der „modernen Frau“ handelten. Frech, unverblümt und selbstironisch beschreibt sie Verliebtheit und Ernüchterung, Alltagssorgen und rasch zu verdrängende Nächte mit einer ganz eigenen heiteren, aber auch melancholischen, bittersüßen Note.
Tickets im Vorverkauf: Buchhandlung Gebr. Seseke, Telefon 05527 2528.






