„Gelebte Inklusion“: Kooperation zwischen dem Caritas-Quartiersprojekt und den BBS Duderstadt

Als „gelebte Inklusion“ könnte man die wachsende Kooperation zwischen dem GWA-Projekt der Caritas Südniedersachsen und den BBS Duderstadt bezeichnen. Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 der Fachoberschule Gesundheit haben vier Mitmach-Projekte für die Kinder im Quartier Weststadt/Kolpingstraße geplant. Vermittelt wurden die Kontakte durch die Caritas-Mitarbeiterinnen. Für das Projekt „Erste Hilfe“ kam sogar ein Rettungswagen des DRK Duderstadt, wo es viel zu sehen und zu lernen gab.

 

Probeliegen im DRK-Rettungswagen (Foto: cps)

 

Das Notfall-Equipment begeistert die Kinder (Foto: cps)

 

Die Kinder und Eltern aus der Weststadt/Kolpingstraße kannten Vera Rodenstock und Kathleen Wortmann, die Projektleiterinnen des GWA-Projektes der Caritas, schon von anderen Aktionen und Angeboten am kunterbunten Bauwagen in der Kolpingstraße. GWA steht für Gemeinsam.Weststadt.Aktiv. Im Bauwagen sind die Mitarbeiterinnen der Caritas nicht nur Ansprechpartnerinnen für Sorgen und Probleme der Menschen mit Wurzeln aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen, sondern hier werden auch gemeinsame Aktivitäten geplant. „Dabei freuen wir uns sehr über diese enge Kooperation mit den BBS. Die Schulleiterin Sabine Freese hat sich zum Beispiel dafür eingesetzt, dass wir die Sporthalle der Schule mit nutzen dürfen, um den Kindern Sport und Bewegungsspiele anzubieten“, erklärte Vera Rodenstock.

 

Der kunterbunte Bauwagen ist Treffpunkt für das GWA-Projekt

 

Zum ersten Mal fand nun auch eine engere Kooperation mit Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule statt. Als die Kinder aus der Umgebung in Begleitung der Caritas-Mitarbeiterinnen in den BBS eintrafen, wurde zum Warmwerden ein kurzes Kennlernspiel gespielt. Für die Eltern gab es derweil Kaffee in der Cafeteria der Schule. Konstantin Krolop vom Caritas-Projekt FamilySchooling am Inklusiven Campus war ebenfalls dabei, den einige Kinder und Eltern auch schon von anderen Projekten kannten.

 

Kennlernspiele zum Warmwerden

 

Vorbereitet wurde das Projektmodul „Erste Hilfe für Kinder“ von den Fachoberschülern Magnus Giese, Viktoria Fiedler, Robin Nörthemann und Armend Krasniqi. „Wir fanden es wichtig, dass die Kinder gängige Notfallstrukturen kennenlernen, zum Beispiel wie man einen Notruf absetzt. Spielerisch und kreativ geht es dabei auch um die W-Fragen: Wer, wo, wann, wieviele? Als Überraschung haben wir für jedes Kind ein kleines Erste-Hilfe-Täschchen zusammengestellt, dank der Unterstützung einiger Sponsoren. Das dürfen sie auch mit nach Hause nehmen“, erläuterte Fachoberschüler Magnus Giese. In kleineren Gruppen wurden verschiedene kindgerechte Grundlagen der Ersten Hilfe geübt. Auf dem Schulhof zeigten dann die beiden DRK-Notfallsanitäter in Ausbildung, Carolina Kirscht und Valentin Busse, wie es in einem Rettungswagen aussieht.

 

Zum Thema Rettung und Erste Hilfe dürfen die Kinder vieles selbst ausprobieren (Foto: cps)

 

Gemeinsames Lernen ist angesagt (Foto: cps)

 

„Projekt-Management gehört schon seit Jahren zur Ausbildung unserer zwölften Klassen. Aber die Projekte, beispielsweise zur gesunden Ernährung, fanden zuvor eher an Grundschulen statt“, erklärte die zuständige Lehrerin Lydia Böning. Dass nun vier von insgesamt fünf BBS-Projekten gemeinsam mit der Caritas durchgeführt wurden, sei ein ganz neuer Ansatz gewesen. „Unter dem Motto ‚Küchenmonster‘ wurde mit den Kindern am Inklusiven Campus der Caritas gekocht und ein Kochbuch erstellt, unter dem Titel ‚Bee Nature‘ wurden Insektenhotels gebaut, und aus Socken wurde ein Sorgenmonster genäht, das die Sorgen der Kinder auffrisst“, beschrieb Lydia Böning die bereits gelaufenen Projekte. Eine der insgesamt fünf Gruppen der Fachoberschule Gesundheit hat zudem im St.-Martini-Krankenhaus gemeinsam mit den Auszubildenden im dritten Lehrjahr der Krankenpflegeschule St. Martini ein Projekt in der Palliativpflege durchgeführt.

Auch Schulleiterin Sabine Freese zeigte sich begeistert: „Von solchen Netzwerken haben wir alle etwas gewonnen“, sagte sie. Auch für weitere gemeinsame Aktionen ist sie bereit, die Pforten der BBS zu öffnen, um die Schulgemeinschaft und die Menschen aus der Umgebung zusammenzubringen.

 

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