Die Thüringer Landesgartenschau (LGS) in Leinefelde-Worbis ist im festlichen Rahmen offiziell eröffnet worden. Sie steht unter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“. Bis zum 11. Oktober 2026 gibt es vieles zu entdecken, von eindrucksvollen Beispielen für modernen Gartenbau, Naturschutz und Stadtbegrünung bis zur archäologischen Ausgabungsstätte vom Dorf Kirrode aus dem 13. Jahrhundert. Außerdem stehen rund 1700 Veranstaltungen zur Auswahl.

Bürgermeister Christian Zwingmann begrüßte die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, Sponsoren, Unterstützer, Anwohner und natürlich die Mitglieder des LGS-Teams und alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne deren großen Einsatz es die Landesgartenschau in Leinefelde nicht gäbe. Zehn Jahre Vorbereitung habe es gebraucht, Höhen und Tiefen seien durchschritten worden wie der Stillstand während der Corona-Pandemie und Verzögerungen durch archäologische Funde. Doch der Tag der offiziellen Eröffnung sei nun „Erleichterung pur“, freute sich Christian Zwingmann.

Stefan Nolte, Geschäftsführer der LGS, erläuterte in einem Rückblick auf die Anfänge, wie 2016 eine Idee des damaligen Bürgermeisters Gerd Reinhardt zu dem Großprojekt Landesgartenschau führte. Und er nannte auch viele Beispiele zur nachhaltigen Stadtentwicklung für die nächsten Generationen: Die grüne Achse zwischen dem Bahnhof und dem Gelände der LGS, Spielplätze, Sportstätten, die Anpflanzung von mehreren hundert Bäumen und zehntausenden Sträuchern zur Verbesserung des städtischen Klimas, die teilweise Renaturierung des Baches Ohne und ein System zur Regenwassernutzung gehören zu den zahlreichen LGS-Errungenschaften, die auch zukünftig die Stadt aufwerten. Er betonte: „Jede Landesgartenschau ist einzigartig und individuell. Aber für alle gilt: sie sind ein Beispiel für Stadt- und Regionalentwicklung.“




Wo sich der LGS-Augarten ausdehnt, befanden sich früher Garagenhöfe und Industrie. Nun können sich die Gäste an Audiostationen informieren über das, was hier entstanden ist: beispielsweise ein Stadtacker voller essbarer Pflanzen, Themengärten, Streuobstwiesen, Spielplätze, eine Ausgrabungsstätte zum mittelalterlichen Dorf Kirrode, das grüne Klassenzimmer und vieles mehr. Nördlich der Ohne befindet sich die Gartenstadt mit verschiedenen Schaugärten, Holzbau, Landwirtschaft und dem Friedhof, der als Ort der Ruhe und als weitere grüne Lunge ins Konzept integriert wurde.



Als Alleinstellungsmerkmal für Leinefelde bezeichnete Christian Zwingmann den „Blumenblock“. Aus einem Plattenbau am Besucherparkplatz ist ein vielschichtiges Ausstellungszentrum über fünf Etagen entstanden. Hier gibt es Kunst, Floristik, Geschichte und mehr.


Mit dem Shuttlebus oder in 15 Minuten zu Fuß ist der Tüffers Garten als weitere Station der LGS zu erreichen. Unter alten Bäumen, Vogelgezwitscher und zwischen terrassenförmigen Blumenbeeten kann ein Eindruck entstehen, wie entspannend auch der Augarten in den kommenden Jahren wirken könnte, wenn die Pflanzen und Bäume gewachsen sind und der große Trubel vorbei sein wird.
Doch vorher hofft die Stadt Leinefelde, viele Gäste begrüßen zu dürfen und mit der Verknüpfung von urbanen und natürlichen Komponenten eine positive Inspiration zu geben. Duderstadts Bürgermeister Thorsten Feike war jedenfalls auch bei der Eröffnung, und in Duderstadt soll 2030 die nächste Landesgartenschau im Eichsfeld stattfinden, dann für Niedersachsen.



LGS Leinefelde-Worbis im Überblick:
Öffnungszeiten und Eintritt:
Die Kassen sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Bis spätestens 21 Uhr muss das Gelände wieder verlassen werden. Erhältlich sind Dauerkarten, Tageskarten, Gruppentickets, ermäßigte Tickets, das Feierabendticket sowie Hundetickets (Hunde sind erlaubt, müssen aber an kurzer Leine geführt werden). Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt. Die Veranstaltungen am Besuchstag sind im Preis der Tickets enthalten. Infos und Tickets: https://www.lgs-leinefelde-worbis.de/besuch/tickets-kaufen/
Anfahrt:
Vom Bahnhof aus ist das Gartenschaugelände in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, findet Parkplätze in der Nähe des Haupteingangs Beethovenstraße/Kellerstraße oder in der Birkunger Straße (ehemaliges Milchhofgelände). Die Anfahrt aus Richtung Duderstadt ist bisher allerdings noch nicht ausgeschildert.
Zwischen den Ausstellungsflächen verkehren Shuttle-Busse. Der Fahrpreis ist im LGS-Ticket enthalten. Einen Geländeplan gibt es hier: https://www.lgs-leinefelde-worbis.de/besuch/anreise-zeiten/
Service:
Gäste mit eingeschränkter Mobilität haben die Möglichkeit, das kostenlose Serviceangebot des Elektrorollstuhl-Verleihs zu nutzen. Die Ausleihe erfolgt direkt im Eingangsbereich der Landesgartenschau. Dafür genügt das Hinterlegen eines Personalausweises oder alternativ ein Pfand in Höhe von 50 Euro. Das Personal vor Ort unterstützt bei Fragen und der Übergabe.
Digitaler Veranstaltungskalender: https://www.lgs-leinefelde-worbis.de/veranstaltungen/
Das Mittelalterdorf Kirrode ist nicht nur auf dem Gelände der Landesgartenschau zu erleben, sondern kann auch virtuell erkundet werden: https://www.lefx.de/medieval-diorama/

Team Besucherdienst
Tel.: 03605/200 51 73
E-Mail: besucherdienst@lgs-leinefelde-worbis.de
Tipp: Ein Besuch der LGS Leinefelde-Worbis lohnt sich. Auch öfters, da sich bis Oktober das Gelände mit all den Veranstaltungen, Workshops, Märkten, Ausstellungen und dem Pflanzenwachstum immer wieder verändern und weiterentwickeln wird. Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LGS sind freundlich, weltoffen, hilfsbereit und authentisch. Viele Leinefelder Bürgerinnen und Bürger übrigens auch, falls man sich mal verlaufen hat …

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