Stadtführung zur jüdischen Geschichte in Duderstadt
Kostenfreie Stadtführung erinnert an die Ereignisse der Reichspogromnacht 1938 in Duderstadt.
Zum Hintergrund:
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland die Synagogen von den Nationalsozialisten angezündet und zerstört. Zudem wurden in Duderstadt die beiden noch vorhandenen Textilgeschäfte der Familien Rosenbaum und Loewenthal auf der Marktstraße am 10. November 1938 geplündert und mussten danach schließen. Die letzten jüdischen Einwohner der Stadt wurden von der Gestapo im März 1942 verhaftet und in ein Vernichtungslager gebracht. Damit gab es kein jüdisches Leben mehr in Duderstadt. Um 1900 lebten dort noch ca. 100 Einwohner jüdischen Glaubens.
Im Rahmen der Stadtführung wird auch die Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Duderstädter Rathaus beschrieben. Orte der Führung sind das Rathaus, der Standort der ehemaligen Synagoge in der Gartenstraße (heute Christian-Blank-Straße), Häuser, in denen jüdische Geschäfte waren und die Familien gewohnt haben und der jüdische Friedhof am Gänseweg.