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Grenzlandmuseum: Vortrag Baltikum

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

Der dritte Teil der interdisziplinären Vortragsreihe „Vom Todestreifen zur Lebenslinie“ informiert über die Entwicklung des ehemaligen Grenzstreifens am Beispiel des Baltikums. Einen Einblick in die Zeit des Kalten Krieges in den baltischen Staaten gibt Dr. David Feest.
Estland, Lettland und Litauen waren bis 1991 Sowjetrepubliken. Feest erläutert die demokratische Umgestaltung bis zur Unabhängigkeit von der Sowjetunion, die mit der Singenden Revolution und der Menschenkette „Baltischer Weg“ vor 30 Jahren eingeleitet wurde.
Der Historiker Dr. David Feest ist Experte für die Geschichte der baltischen Provinzen und Republiken, Russlands und der Sowjetunion. Er promovierte an der Georg-August-Universität Göttingen, 2015 folgte die Habilitation für neuere Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Feest kennt die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere die baltischen Staaten, aus zahlreichen Forschungsreisen.
Jörg Schmiedel, Abschnittskoordinator Baltikum im Auftrag des BUND, stellt im zweiten Vortrag an diesem Abend den lettischen Nationalpark Slitere vor, der aus dem Naturreservat Slitere entstanden ist. Seit 1921 ist die Ostseehalbinsel im äußersten Nordwesten Lettlands kaum noch bewirtschaftet worden. Biotope wie Laubwälder, boreale Nadelwälder, Feuchtgebiete und Moore haben sich beinahe unberührt erhalten. In seiner heutigen Form umfasst das Naturreservat rund 270 Quadratkilometer. Allerdings lag das Gebiet während des Kalten Krieges im Sperrgebiet der Sowjetunion. Schwierig ist der Umgang mit den militärischen Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzung. Genutzt werden sie zum Beispiel als touristische Attraktionen, die jedoch immer stärker verfallen. Das macht das Betreten des Nationalparks zunehmend gefährlicher.
Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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