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Grenzlandmuseum Lichtkunst: Niemandsland – Zwischen den Welten

„Niemandsland – Zwischen den Welten“
Großes Festwochenende zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung mit multimedialer LichtKunst-Installation der Nivre Film & Studio GmbH

 

Der Höhepunkt des Jahres:
In der Nacht vom 9. auf den 10 November 1989 öffnete sich um 0.35 Uhr der Schlagbaum an der Grenzübergangsstelle Duderstadt-Worbis. Die Teilung Deutschlands durch die innerdeutsche Grenze gehörte der Vergangenheit an. Den 30. Jahrestag der Grenzöffnung möchten wir mit einem bundesweit einmaligen Projekt festlich gestalten und damit einen besonderen Rahmen schaffen für den Austausch der persönlichen Erinnerungen an die Entwicklungen vor 30 Jahren, als – wie es in einem Buchtitel heißt – „in Deutschland die Realität die Fantasie überholte“ (Klaus-Dietmar Henke, Hsg.: Revolution und Vereinigung 1989/90: Als in Deutschland die Realität die Phantasie überholte, München 2009). Grenzöffnung und Mauerfall werden zum Symbol für den Freiheitsdrang und die gravierenden Veränderungen in ganz Europa. Viele Zeitzeugen sprechen bis heute von einem „Wunder“, das sie erleben durften, von etwas bis dahin Unvorstellbarem. Nach 41 Jahren der Teilung Deutschlands kam es zur Wiedervereinigung und damit auch zur Einheit des Eichsfelds. Die multimediale LichtKunst-Installation „Niemandsland – Zwischen den Welten“ der Nivre Film & Studio GmbH soll als ein lebendiger zweitägiger Ausflug in die Geschichte konzipiert werden. Dabei spielt auch die Auseinandersetzung mit der Topografie der erhaltenen Übergangsstelle und der Grenzanlagen eine wichtige Rolle in dem Projekt, das Video, Licht-, Dia und Audioinstallationen umfasst. Der besondere Bezug zum Grenzland Eichsfeld und seinen Menschen soll aufgegriffen werden.

Drei Aspekte der Installation ergeben ein Gesamt-Kunstwerk:

„Bilder in die Welt“ – Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ereignis der Grenzöffnung, aber auch mit den Schicksalen, die damit verbunden waren, steht im Mittelpunkt der Video-Collagen. Als Projektionsfläche dienen die Außenwände der Gebäude
am Grenzlandmuseum.
„Grenzland“ – Die Klang- und Toninstallationen sollen die Stimmung und die Atmosphäre der aufregenden Zeit im November 1989 aufleben lassen.
„Herbst `89“ – Unvergessen bleiben die Bilder von tausenden Menschen, die friedlich mit Kerzen in ihren Händen für Freiheit demonstrierten. Der Mauerfall im Herbst `89 ist als Symbol für den friedlichen Wandel einer Diktatur zur Demokratie in die Weltgeschichte
eingegangen.
Die Lichtinstallation nähert sich künstlerisch diesen Ereignissen. Ein Lichtband aus dicht gesetzten Leuchtstäben entlang des ehemaligen Grenzzauns soll Erinnerungen wecken an die friedlichen Demonstrationen und die Lichterprozessionen, die auch in den Eichsfelder
Städten Worbis, Dingelstädt, Leinefelde und Heiligenstadt stattgefunden haben. Die Stäbe sollen aber auch an jedes einzelne Opfer am ehemaligen Todesstreifen erinnern. Die Lichtzeichen stehen für die zahlreichen Menschen, die mit der DDR-Geschichte und mit
der ehemaligen Grenze verbunden sind. „Es soll ein medial und künstlerisch vielschichtiges Bild jener Zeit entstehen, welches nicht pauschal in Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse unterscheidet“, beschreibt die Nivre Film & Studio GmbH ihr Projekt zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung.

 

Ganztägige Angebote am 9. und 10. November 2019

– „Niemandsland – Zwischen den Welten“ LichtKunst-Projekt
– Öffentliche Führungen im Museum und auf dem Außengelände
– Präsentation von multimedialen Schulprojekten
– Sonderausstellungen
– Eichsfeld Markt

9. November, 16 Uhr

Länderübergreifender und ökumenischer Gottesdienst
Kongresshalle Victor`s Teistungenburg, gegenüber dem Grenzlandmuseum
Anschließend sind alle Interessierten eingeladen, gemeinsam den Grenzweg zu gehen und die Lichtinstallation „Niemandsland – Zwischen den Welten“ wirken zu lassen.

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