Duderstädter Netzwerk: Hilfe für Frauen und Kinder aus der Ukraine unter duderstadt.net

Um den geflüchteten ukrainischen Frauen und Kindern, die in Duderstadt angekommen sind, möglichst schnelle und umfassende Orientierung und Hilfe anbieten zu können, hat sich ein Netzwerk gebildet. Der Duderstädter Apotheker Adrian Knoch hat dazu eine kostenfreie Webseite erstellt, wo er die Hilfsangebote zusammengetragen hat – inklusive ukrainischer, und inzwischen auch russischer Übersetzung.

Wo muss ich mich melden, wenn ich in Duderstadt ankomme? Wo finde ich Wohnraum? Wo gibt es eine Kita oder eine Schule für meine Kinder? Wo finde ich Kontakte und Austausch? Solche Fragen werden wohl allen Ankömmlingen durch den Kopf gehen, wenn sie dem Krieg entkommen und in einer deutschen Kleinstadt wie Duderstadt gestrandet sind. Möglicherweise ist auch psychotherapeutischer oder seelsorgischer Beistand nötig. Zahlreiche Institutionen, Privatpersonen, Schulen und Kitas haben sich auf die Flüchtlingswelle aus der Ukraine eingerichtet und bieten Hilfe an.
Die Übersicht ist nun auf der Seite http://duderstadt.net/ abzurufen, die Adrian Koch ständig aktualisiert. Bei der Übersetzung ins Ukrainische hilft eine Ukrainerin, die selbst auf der Flucht war und über Adrian Knoch Wohnraum in Duderstadt gefunden hat.

Auf der Webseite erfahren die Menschen z. B., wer beim Ausfüllen von Anträgen helfen kann, wo es Kleidung oder eine SIM-Karte für das Telefon gibt, welche Impfungen für den Kita-Besuch nötig sind und vieles mehr. Die Infos sind auf Deutsch und Ukrainisch zu lesen. Am Inklusiven Campus in Duderstadt wird auch Kontakt zu Übersetzern oder zu ebenfalls Betroffenen ermöglicht, z. B. beim Frauenfrühstück.

Auch die Schulen und Kitas haben sich vernetzt. “Niemand hat auf der Flucht aus der Ukraine Zeugnisse mitgenommen, und es ist erst mal zweitrangig, in welcher Schulform die Kinder und Jugendlichen unterkommen. Es geht jetzt vor allem darum, wohnortnah Unterricht für Deutsch als Zweitsprache anzubieten”, sagt Ute Stecker, stellvertretende Schulleiterin am Eichsfeld-Gymnasium (EGD). Die meisten ukrainischen Kinder sprechen kein Englisch oder Deutsch, dafür aber Russisch. Da Ute Stecker auch Russischlehrerin ist, kann sie am EGD vieles übersetzen. Zudem seien Schulformulare vom Regionalen Landesamt auch auf Ukrainisch herausgegeben worden.

Private Hilfe gibt es zudem in den Duderstädter Dörfern. “Über Freunde und Kollegen konnten wir in Fuhrbach schon bei der Wohnungssuche helfen. Jetzt heißt es: einfach mal machen, statt in Bürokratie zu versinken. Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt … So können wir alle einen kleinen Beitrag leisten”, sagt die Fuhrbacher Bürgermeisterin Beate Sommerfeld.

Wer noch Ergänzungen und Tipps zum Hilfsangebot für ukrainische Flüchtlinge hat, kann sich bei Adrian Knoch melden, der dann weitere Angebote mit auf die Webseite duderstadt.net setzt. Kontakt: adrianknoch@googlemail.com.

Ebenfalls hilfreich: Auch das Schnelltest-Buchungsportal gibt es inzwischen die ukrainische Übersetzung: http://coronatest-duderstadt.de/uk.html

(Titelbild: Pixabay)

 

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