Corona-Pandemie raubt Existenzgrundlagen: Helft einander – mehr können wir alle nicht tun

Ein paar Gedanken zur Corona-Pandemie

Wir fragen uns alle: Wie lange halten wir das aus? Sicher ist, dass die Menschheit nicht vom Coronavirus drastisch dezimiert wird. Aber es blockiert die Gesundheitssysteme. Um der schnellen Ausbreitung des Virus und dem Kollaps in der medizinischen Versorgung vorzubeugen, sollten wir alle, so weit es geht, den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Wir bleiben also, wenn möglich, zu Hause.

Für ein paar Tage geht alles. Jeder könnte ja auch davon betroffen sein, beispielsweise nach einem Unfall nicht versorgt zu werden, weil die Krankenhäuser mit den Corona-Notfällen überlastet wären. Das Verständnis für die Einschränkungen ist also weitgehend vorhanden.

Inzwischen hat sich die Angst vor der Pandemie aber langsam in die Angst vor der Zerstörung der materiellen Existenzgrundlagen verwandelt. Den Einzelhändlern bleiben die Kunden weg, Museen, Theater und Konzerthallen schließen auf unbestimmte Zeit, langfristig geplante Veranstaltungen (mit vielen daran gebundenen Arbeitsplätzen) fallen aus, die Gastronomiebranche hat bei laufenden Kosten null Einnahmen, das Handwerk kann nur noch bedingt arbeiten, Pflegedienste schränken ihre Angebote ein, Ältere sitzen allein zu Hause und sollen sogar zur eigenen Familie keinen persönlichen Kontakt mehr haben, und so weiter … Eigentlich geht nichts mehr.

Wie lange kann man ohne Einnahmen und ohne andere Menschen leben? Wie bezahlt man ohne Umsätze seine Mitarbeiter? Wovon leben Freiberufler, Musiker, Künstler, deren Aufträge gecancelt werden? Wie geht es mit Kinos und Museen weiter, deren Existenz von den Eintrittsgeldern abhängig ist? Wie arbeitet der Frisör, wenn ihm zwei Meter Abstand von anderen Personen empfohlen wird oder die Kunden gleich ganz wegbleiben? Und wie hält das Krankenhauspersonal diese ganze Belastung aus, inklusive Risiko, selbst in Quarantäne zu müssen? Auch wer nicht in der ersten Reihe der Betroffenen steht, ist irgendwann ein Glied in der Kette der Gesellschaft. Wir sind alle dran. In jedem Land und auf jedem Kontinent.

 

Museen wie das Duderstädter Heimatmuseum bleiben geschlossen

 

Was also können wir tun, um solidarisch dagegen anzukämpfen, von der Pandemie unsere Existenzen vernichten zu lassen? Wir haben keine Ahnung! Und wir glauben nicht, dass jeder kleine Veranstalter, Gastwirt, Künstler, Einzelhändler oder Handwerker von irgendeiner Stelle entschädigt wird. Schön wäre es!

 

An Konzerten, wie hier beim Göttinger Symphonie Orchester, hängen zahlreiche Arbeitsplätze

 

Aber wir sitzen nun weltweit alle im selben Boot. Vielleicht ist diese schlimme Lage eine Chance zur Solidarität und für Verständnis. Vielleicht kommen wir mit ein paar zerrupften Federn aus dieser Krise heraus und haben dann etwas wiederentdeckt oder neu gelernt: Wertschätzung füreinander. Vielleicht schätzen wir beim nächsten Theater- oder Restaurantbesuch, beim Händler oder Handwerker auch die Arbeit, die dahinter steht.

Der Duderstädter Björn Scholz hatte die gute Idee, mit seinem Hausmeisterservice auch einen Lieferservice (lediglich gegen Spritkostenpauschale) anzubieten, um mehr Menschen zu ermöglichen, in der Corona-Krise zu Hause zu bleiben, aber trotzdem an Waren aus dem regionalen Einzelhandel zu gelangen. Mit Clanys Eichsfeld-Blog haben wir geholfen, diese Idee digital in die Öffentlichkeit zu bringen. Also macht alle mit: Kauft weiterhin regional oder macht Eure Einzelhändler darauf aufmerksam, sich (kostenfrei) in die digitale Liste eintragen zu lassen. Helft einander – mehr können wir zurzeit nicht tun.

Infos HIER

 

ClanysEichsfeldBlog CoronaKrise RegionalerHandel

 

 

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