Vor 500 Jahren verlor die Stadt Duderstadt durch die Albertinische Ordnung ihre Autonomierechte. Aus diesem Anlass bietet die Stadt Duderstadt am Samstag, 11. April, um 14.30 Uhr eine kostenfreie Sonderführung zu diesem Thema an. Der Duderstädter Gästeführer Jürgen Sczuplinski gibt Einblicke in die Geschichte veränderter Machtverhältnisse. Treffpunkt ist am historischen Rathaus.
Zu den Hintergründen informiert die Stadt Duderstadt:
Was geschah im Jahr 1526 in Duderstadt? Mit der Albertinischen Ordnung erhielt Duderstadt ein neues Grundgesetz und verlor damit einen erheblichen Teil ihrer städtischen Autonomie. Die landesherrliche Kontrolle durch das Kurfürstentum Mainz wurde deutlich gestärkt, unter anderem durch die Einsetzung eines ständigen Stadtschultheißen als Vertreter des Erzbischofs.
Die Themenführung beleuchtet die Rolle dieser Stadtschultheißen, ihre Namen und ihren Einfluss auf die Geschicke der Stadt. Im Mittelpunkt stehen auch die Brüder Herwig und Johann Christoph Böning, die als bischöflicher Kommissarius und Stadtschultheiß geistliche und weltliche Macht miteinander verbanden. Herwig Böning gab die Errichtung der Mariensäule in Auftrag: mit dem Mainzer Wappen, vom Rathaus aus gut sichtbar, als Zeichen landesherrlicher Autorität und zugleich als Markierung einer Pfarrgrenze.
Auch die Erweiterung des Historischen Rathauses nach 1526 wird eingeordnet: Ausdruck neuer Machtverhältnisse oder selbstbewusste Antwort des Rates? Die Führung macht deutlich, wie nachhaltig die Albertinische Ordnung Politik, Stadtbild und Selbstverständnis Duderstadts prägte.
Anmeldungen in der Gästeinformation Duderstadt, E-Mail: info@duderstadt.de, Telefon: 05527/841-200.
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