Die St.-Elisabeth-Grundschule in Duderstadt wurde mit dem UNICEF-Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“ ausgezeichnet. Im Rahmen eines festlichen Programms, gestaltet von den Schülerinnen und Schülern, nahm Schulleiterin Tanja Niederstraßer die Urkunde von Kirsten Leyendecker, Koordinatorin des Kinderrechteschulen-Programms bei UNICEF Deutschland, entgegen.
Im Schuljahr 2020/21 startete das Niedersächsische Kultusministerium das Kinderrechteschulen-Programm, das von UNICEF mit weiteren Kooperationspartnern in vielen Ländern weltweit durchgeführt wird. Im Verbund Süd-Ost-Niedersachsen werden inzwischen 43 Schulen von Trainer*innen auf ihrem Weg zur Kinderrechteschule begleitet. Im Landkreis Göttingen hat nur die Duderstädter St.-Elisabeth-Schule teilgenommen. Ziel ist es, Kinderrechte dauerhaft im Schulalltag zu verankern sowie ein partizipatives und integratives Lernumfeld für alle Kinder zu schaffen. Im Rahmen des Kinderrechteschulen-Trainings wurde ein 7-stufiges Programm durchlaufen, bestehend aus Präsenzveranstaltungen, Selbstlern-Einheiten und Aufgaben. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Schulen das Zertifikat „Kinderrechteschule“ vom niedersächsischen Kultusministerium.
„Wir sind die einzige Schule im Landkreis Göttingen, die an dem Programm teilgenommen hat und das Siegel Kinderrechteschule erhält“, erklärte Tanja Niederstraßer. „Das erfüllt uns mit Stolz. Darüber hinaus verstehen wir es als Verpflichtung, uns auch nach der Zertifizierung beherzt und auf vielfältige Weise für Kinderrechte einzusetzen. Nur wer seine Rechte kennt, kann sich dafür einsetzen, dass sie hier bei uns und überall auf der Welt eingehalten und verteidigt werden.“
Nach dem zweijährigen Coaching durch die UNICEF-Trainerin Susanne Blome und großem Engagement der Schülerinnen und Schüler hat die St.-Elisabeth-Grundschule die UN-Konvention über die Rechte des Kindes nun fest im Schulalltag und Schulkonzept verankert. Koordinatorin Kirsten Leyendecker betonte: „Überall dort, wo Kinderrechte gelebt werden, werden Kinder gefördert und gestärkt. Sie bekommen die Chance, mit ihren kreativen Ideen unsere Welt und ihre Zukunft mitzugestalten. Mit unserem Kinderrechteschulen-Programm möchten wir möglichst vielen Kindern in Deutschland den Weg dafür ebnen.“
Um die Kinderrechte auch in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, haben die Schülerinnen und Schüler der St.-Elisabeth-Schule in Kooperation mit der Stadt Duderstadt 15 wetterfeste Tafeln mit Audiostationen im Stadtgebiet angebracht, die über einen QR-Code abzuhören sind. Eingesprochen wurden sie von den Kindern selbst. An jeder Station wird jeweils ein Kinderrecht erklärt. Auch die Orte der bunten Tafeln wurden bewusst ausgesucht. So befindet sich z.B. das Recht auf Gesundheit an einer Apotheke, das Recht auf Mitbestimmung am Stadthaus, das Recht auf eine eigene Religion vor einer Kirche, das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung an einem Spielplatz oder das Recht auf Schutz vor Gewalt bei der Polizei.
Die Feierstunde zur Auszeichnung „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“ haben die Schülerinnen und Schüler selbst gestaltet mit einem herzlichen Willkommen in vielen verschiedenen Sprachen, die an der Schule gesprochen werden, mit Musik und Interviews, worin sie ihre Aktivitäten zu den Kinderrechten schilderten. Glückwünsche gab es von der Stadt Duderstadt, dem Landkreis Göttingen, der Kinder-Uni Göttingen, dem Land Niedersachsen, von UNICEF und auch von den Elternvertretern.
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