Seit der bekannte Unternehmer Dirk Rossmann anfing, Bücher zu schreiben, landeten seine Werke schnell auf den Bestsellerlisten. Mitte Oktober 2021 druckfrisch erschienen ist sein zweiter Öko-Thriller „Der Zorn des Oktopus“. Im Göttinger Literaturherbst 2021, dieses Mal im Duderstädter „Ballhaus zum fidelen Anreischken“, wurden Buch und Autor einem großen Publikum vorgestellt.
Nichts geringeres als die Frage, in wessen Händen wohl die Zukunft der Menschheit liege, ist die Grundidee des Romans, den Dirk Rossmann gemeinsam mit dem Co-Autor und Journalisten Ralf Hoppe veröffentlichte. Bereits im Vorläufer-Thriller „Der neunte Arm des Oktopus“ ging es um die sich anbahnende Klimakatastrophe, die durch eine Allianz der Supermächte China, USA und Russland aufgehalten werden sollte. Dabei spielten aber vor allem ökologische und machtpoltische Interessen eine Rolle.
Das aktuelle Werk setzt nun im Jahr 2029 an: Die Klimakatastrophe ist da. Die Klima-Allianz will Chaos und Hungerkriege mit einem Quantencomputer verhindern. Doch was passiert, wenn der in falsche Hände fällt? Der schüchterne Beamte Thomas Pierpaoli und die reiche Sängerin Ariadna versuchen gemeinsam, die Welt zu retten.
Die Text-Passagen aus „Der Zorn des Oktopus“ wurden von Andrea Strube vom Deutschen Theater Göttingen vorgetragen. Das allein sorgte schon für Kopfkino. Die Zuhörer saßen neben Pierpaoli im isländischen Taxi, wo die harmlos beginnende Fahrt zur gefährlichen Verfolgungsjagd wird. Und als anhand kleiner, scheinbar zufällig aneinandergereihter Episoden klar wird, was der mit menschlicher Intuition programmierte Quantencomputer alles kann, fragt man sich mit aufsteigender Beklemmung, wie weit es heute eigentlich schon geht mit der Überwachung und Beeinflussung des Individuums.
Dirk Rossmann gab im Gespräch mit NDR-Kultur-Moderatorin Martina Kothe Einblicke in seine schriftstellerische Arbeit und in seine Kritik am politischen Umgang mit den globalen Problemen – und er gab mögliche Antworten auf die wichtige Frage: Wie steht es mit dem Schicksal der Erde?
Der Mensch habe Hervorragendes hervorgebracht, „dass dieser Mensch nun alles kaputt macht, daran will ich nicht glauben“, sagte Dirk Rossmann und nannte die drei für ihn relevantesten Punkte, um bei der Rettung der Erde doch noch die Kurve zu kriegen. Erstens: die weltweite totale Abrüstung, zweitens: das durch Abrüstung eingesparte Geld für den Stopp der Erderwärmung einzusetzen, und drittens: die Ein-Kind-Politik in Regionen, die nicht in der Lage sind, Kinder ausreichend zu versorgen. „Leben braucht Würde!“, forderte der Autor, der schon 1991 an der Gründung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung beteiligt war, die sich für Aufklärung, Zugang zur Familienplanung und Bekämpfung von Armut einsetzt.
In seinem Roman verbindet Dirk Rossmann wissenschaftliche, philosophische und mystische Elemente mit Humor, Spannung und Action. „Und am Ende haben wir festgestellt, dass unser Thriller eine Liebesgeschichte geworden ist“, beschrieb er schmunzelnd im Interview mit Martina Kothe die Zusammenarbeit mit Co-Autor Ralf Hoppe und die Entwicklung der Roman-Figuren.
Der Autor deutete augenzwinkernd an, dass ein dritter Thriller möglich wäre, wenn der zweite erfolgreich sei. Also bemühten sich die hoffnungsvollen Zuschauer nach dem Ende der Lesung, den Büchertisch der Duderstädter Buchhandlung Seseke leerzukaufen und die Werke von Dirk Rossmann signieren zu lassen.
Unterstützung gab es weiterhin von der Sparkassenstiftung Untereichsfeld und der Duderstadt 2030 gGmbH.
Das weitere Programm des Göttinger Literaturherbstes 2021: https://www.literaturherbst.com/programm/
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