Die Westeröder Ortsfeuerwehr freut sich riesig, dass es nach langen Planungen nun endlich losgeht: Ein modernes Feuerwehrgerätehaus wird im Puttfeld gebaut. Zum symbolischen Spatenstich kamen auch Ortsbürgermeister Bernward Vollmer und der Duderstädter Bürgermeister Thorsten Feike.
„Am 13. November 2009 beschloss der Ortsrat einstimmig den Neubau des Feuerwehrgerätehauses“, erinnerte Bernward Vollmer an die Anfänge vor 12 Jahren. Damals war schon absehbar, dass ein neues Fahrzeug angeschafft werden musste, und da u.a. die modernen Fahrzeuge nicht in die alten Gerätehäuser und Garagen passen, wurde der Neubau beschlossen. Investitionen der Stadt Duderstadt seien dann aber erst nach dem Zukunftsvertrag 2014 möglich gewesen, und dann wurde im Stadtrat eine andere Reihenfolge der Neubauten beschlossen und Westerode stand hinten an, sagte Bernward Vollmer.
Weiter ging es erst 2017 mit der Sondierung des Standortes für den Neubau. Außerdem wurde das neue Fahrzeug TSF-W geliefert. 2018 wurde der Auftrag für die Objekt- und Fachplanungen an das Architekturbüro Markus Otto in Gieboldehausen vergeben. Im November 2019 wurde die Baugenehmigung erteilt, und nach dem symbolischen Spatenstich im Mai 2021 ist die Fertigstellung bis zum 3. Quartal 2022 anvisiert, erklärte der Duderstädter Bauamtsleiter Stefan Wege. Die bisher errechneten Gesamtkosten würden sich auf ca. 920.000 Euro belaufen. Allerdings sprachen sowohl der Architekt Markus Otto als auch Stefan Wege die explodierenden Materialkosten an. Da ließe sich noch befürchten, dass die Kosten nach oben korrigiert werden müssten.
Wie wichtig dennoch ein neues Feuerwehrzentrum für Westerode sei, erläuterte Stadtbrandmeister Kai Walter: Nachwuchs ließe sich nur gewinnen, wenn Training, Geräte und Technik den modernen Standards entsprächen. „Wir haben seit 1984 eine starke Jugendfeuerwehr, da darf uns der Nachwuchs nicht wegbrechen“, sagte Kai Walter. Außerdem habe die Ortsfeuerwehr Westerode nach der Schwerpunktfeuerwehr Duderstadt die meisten Einsätze zu verzeichnen, vor allem, seit die Spezialisierung auf Tierrettung dazugekommen sei. „Mit der Tierrettung fahren wir insgesamt 50 bis 70 Einsätze im Jahr, vorher waren es auch schon über 30 Einsätze“, erklärte der Stadtbrandmeister.
„Jetzt muss es hier zügig weitergehen, denn wir wissen alle, dass die Materialpreise in Zukunft eher noch weiter steigen werden“, sagte Bürgermeister Thorsten Feike, der sich mit allen Beteiligten zum symbolischen Spatenstich im Puttfeld traf.
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