Beim Deutschen Wandertag 2024 unter dem Motto „Sagenhaft Grenzenlos“ hat sich das Eichsfeld von seiner besten Seite präsentiert. Über 230 geführte Wanderungen auf einer Gesamtlänge von 48.800 Kilometern – also mehr als eine Erdumrundung am Äquator -, mehr als 80 Konzerte und Kulturveranstaltungen und ein Festumzug mit rund 60 Vereinen und 2.000 Menschen hätten tausende Gäste aus ganz Deutschland begeistert, so Jeannette Löser, Leiterin des Wandertagsbüros. Die Veranstalter blicken auf eine nachhaltige Regionalentwicklung.
„Der Deutsche Wandertag im Eichsfeld war einer der schönsten Wandertag überhaupt“, so das Fazit eines Wanderfreundes. „Wer einmal hier war, muss unbedingt wiederkommen“, meinte ein Gast aus Osnabrück. Ute Morgenthal, Geschäftsführerin des HVE Eichsfeld Touristik e.V. als Mitveranstalter, fasste zusammen, dass die Besucher alle sehr positiv überrascht waren von der Gastfreundlichkeit, den kulturellen Besonderheiten und der naturnahen Landschaft mit herrlichen Aussichtspunkten, den kulinarischen Spezialitäten und der tollen Atmosphäre. Zu den Veranstaltern zählten außerdem der Deutsche Wanderverband, der 1. SC Heilbad Heiligenstadt, der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und die Thüringer Tourismus GmbH (Thüringen entdecken). Wanderhauptstadt war Heilbad Heiligenstadt, aber auch die Stadt Duderstadt hat sich mit vielen Touren und Aktionen beteiligt. Rund 250 Gäste nahmen allein in Duderstadt an den Führungen durch die Altstadt teil. Sowohl Bürgermeister Thorsten Feike als auch die Duderstädter GästeführerInnen freuten sich über diese positive Resonanz.
Im Rahmen des Deutschen Wandertages 2024 in Heiligenstadt forderten die Delegierten des Deutschen Wanderverbandes (DWV): Das Wandern und andere in den DWV-Mitgliedsorganisationen angebotenen Sportarten sollen dem Sport in organisierten Sportvereinen gleichgestellt und entsprechend gefördert werden. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß betonte, dass die offizielle Anerkennung des Wanderns und anderer Natursportarten als gesundheitsfördernder Breitensport längst überfällig sei. „Unsere Gesellschaft profitiert seit über 100 Jahren von den positiven Effekten des Wanderns auf Körper und Geist. Aber anders als die Sportvereine leisten die im DWV organisierten Vereine ihre Arbeit etwa hinsichtlich der Wanderwegeinfrastruktur in den meisten Fällen ohne öffentliche Zuschüsse. Das muss sich ändern. Andernfalls werden wir diese Leistungen nicht mehr erbringen können“, so der Präsident.
Unter dem Motto: „Die Entwicklung des Wandertourismus und seine Bedeutung für einen nachhaltige Regionalentwicklung“ fand in Heiligenstadt eine wissenschaftliche Tagung statt, organisiert vom HVE Eichsfeld Touristik e.V. und der HAWK (Fakultät Ressourcenmanagment). Der HVE-Vorsitzende Gerold Wucherpfennig moderierte die Veranstaltung im Rahmen des Wandertages. Die Referenten waren Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack und Dr. Franziska Thiele von Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Prof. Dr. Ulrich Harteisen (HAWK), Carola Schmidt (Geschäftsführerin Harzer Tourismusverband e.V.) und Klaus Dumeier (Geschäftsführer Harzer Wandernadel GmbH).
Die Forschungsergebnisse einer Langzeitstudie brachten Folgendes zutage: Am liebsten wird zu zweit und in Mittelgebirgsregionen gewandert. Gründe fürs Wandern sind Flucht aus einem überladenen Alltag, Freude an der Natur und Gesundheitsförderung an der frischen Luft. Manche Wanderer suchen Abenteuer, Action oder Kulturerlebnisse, andere Ruhe und wenig belebte Wege. Einige wandern lieber allein, andere gern in Gruppen. Beim Wandern sind alle Generationen vertreten.
„Das Potenzial zur einer Wanderregion hat das Eichsfeld jedenfalls – geologisch und naturnah, kulturell und kulinarisch“, referierte Ulrich Harteisen und stellte den Wandertourismus als Baustein einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Eichsfeld heraus.
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