Die Kardiologische Ambulanz im Duderstädter Krankenhaus St. Martini wird am 1. April 2026 wiedereröffnet. Der ursprüngliche Beschluss des Zulassungsausschusses Niedersachsen (Kammer 08 Göttingen) wurde auf den Widerspruch des Krankenhauses hin geändert. Die Ambulante Kardiologische Versorgung für gesetzlich versicherte Schrittmacher- und Aggregatpatienten wurde genehmigt.
Mit Wirkung zum 1. April 2026 wird der Leitende Oberarzt der Kardiologie, Dr. med. Thomas Peter, ermächtigt, kassenärztliche Leistungen im Bereich der Funktionsanalyse von Herzschrittmachern, implantierten Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) sowie Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-D) zu erbringen.

Damit verbessert sich die Versorgungssituation für viele gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten in der Region: Betroffene mit implantierten Herzsystemen können ihre regelmäßigen Kontrolluntersuchungen künftig wieder wohnortnah im St. Martini Krankenhaus durchführen lassen. In den vergangenen sechs Monaten waren viele gezwungen, hierfür weite Wege und lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen – gerade auch bei älteren Patienten ein aus Sicht des Krankenhauses absolutes „No-Go“.
„Gerade für Menschen mit komplexen Herzimplantaten sind regelmäßige Kontrollen unerlässlich und sollten möglichst dort stattfinden, wo auch die Implantation und ein Großteil der Behandlung erfolgt ist“, betont Geschäftsführer Markus Kohlstedde. „Dass unsere Patientinnen und Patienten nun wieder zu uns zurückkehren können, ist mehr als angemessen und ein großer Gewinn für die Versorgungsqualität in der Region.“
Das St. Martini Krankenhaus hatte nach dem Wegfall der kardiologischen Ermächtigungsambulanz zum 30. September 2025 intensiv daran gearbeitet, zumindest Teile des bewährten Versorgungsangebots wiederherzustellen. „Wir sind immer noch überwältigt von dem riesigen Zuspruch der Menschen in unserer Heimatregion, die gegen die nicht nachvollziehbare Entscheidung aus dem letzten Jahr ihre Stimme erhoben haben. Sehr dankbar sind wir auch für die parteiübergreifende Unterstützung der politischen Akteure von der kommunalen und Kreisebene über unsere Bundes- und Landtagsabgeordneten bis hin zum Gesundheitsminister“, betont der Krankenhausgeschäftsführer.
Unverändert bleibe das Ziel des Krankenhauses, die kardiologische Versorgung insgesamt weiter auszubauen und perspektivisch eine umfassendere ambulante Betreuung für gesetzlich Versicherte zu ermöglichen.
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