Um Kinderrechte und deren öffentliche Wahrnehmung geht es in einem Projekt der St.-Elisabeth-Grundschule in Duderstadt. Das Resultat sind 15 Audio-Stationen in Plakatform, welche kindgerecht die 15 Artikel der UN-Kinderrechtskonvention erklären – selbst gestaltet und eingesprochen von den Viertklässlern der Schule.
Um das Projekt vorzustellen, hatten die Kinder ihre Plakate schon vor den Sommerferien auf einer großen Stellwand mitten in der Duderstädter Fußgängerzone präsentiert. In Kooperation mit der Stadt Duderstadt werden die einzelnen Audio-Stationen nun im gesamten Stadtgebiet an thematisch passenden Stellen dauerhaft installiert und damit öffentlich zugänglich gemacht.
Die erste Station, darin waren sich alle Kinder einig, sollte direkt vor der St.-Elisabeth-Schule befestigt werden. Das Recht auf Bildung wird hier erklärt, abzurufen über den QR-Code. Dabei wird auch bewusst gemacht, dass es längst nicht für alle Kinder selbstverständlich ist, jeden Tag zur Schule gehen zu können. Die übrigen 14 Stationen werden vom Bauhof-Team unter Leitung von Frank Widera in der Duderstädter Innenstadt angebracht. „Das Recht auf Gesundheit bei einer Apotheke, das Recht auf Mitbestimmung am Stadthaus, das Recht auf eine eigene Religion vor einer Kirche, das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung an einem Spielplatz oder das Recht auf Schutz vor Gewalt bei der Polizei“, nennt Schulleiterin Tanja Niederstraßer einige Beispiele.
„Mit dem Projekt macht sich auch die Schule selbst sichtbar. Unser Dank gilt den Kindern für ihr nachhaltiges Engagement“, lobte Bürgermeister Thorsten Feike die Ergebnisse. Gemeinsam mit den Kindern werden schon weitere Ideen formuliert: Ein Stadtplan mit den dort eingetragenen Stationen als „Weg der Kinderrechte“ wäre möglich oder ein Auftritt bei der Online-Plattform Komoot, wo auch Gäste der Stadt auf die Thematik und das Engagement der Kinder aufmerksam gemacht werden könnten.
Der Hintergrund des Projektes ist die Teilnahme der St.-Elisabeth-Schule im Verbund Süd-Ost-Niedersachsen am Kinderrechteschulen-Programm, das in Zusammenarbeit mit UNICEF in vielen Ländern weltweit durchgeführt wird. Ziel ist es, Kinderrechte dauerhaft im Schulalltag zu verankern sowie ein partizipatives und integratives Lernumfeld für alle Kinder zu schaffen. Im Rahmen des Kinderrechteschulen-Trainings wird ein 7-stufiges Programm durchlaufen, bestehend aus Präsenzveranstaltungen, Selbstlern-Einheiten und Aufgaben. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahr 2024 erhalten die Pilotschulen das Zertifikat „Kinderrechteschule“ vom niedersächsischen Kultusministerium.
Weitere Infos bei https://www.elisabeth-schule-duderstadt.de/Kinderrechte/
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